Landtag erörtert gesellschaftlichen Wandel in Schrebergärten

Die SPD-Opposition fordert von der nordrhein-westfälischen Landesregierung ein Konzept, um Kleingärten für Veränderungen in der Gesellschaft zu wappnen. Die rund 118 000 Kleingärten in NRW hätten eine hohe Bedeutung für das Stadtklima, Ökologie und das soziale Gefüge in den Kommunen, unterstreicht die SPD in einem Antrag an den Düsseldorfer Landtag. Um auf Megatrends wie den Klimawandel, den Zuzug in große Städte, soziale Spaltung oder die alternde Gesellschaft reagieren zu können, bedürfe es aber neuer Antworten. Die SPD fordert unter anderem, Kleingärten bei der Planung neuer Wohngebiete als unverzichtbaren Bestandteil zu berücksichtigen. Am Donnerstag beschäftigt sich der Landtag mit dem Thema.

21.01.2019, 07:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Landtag erörtert gesellschaftlichen Wandel in Schrebergärten

Ein Schild mit dem Schriftzug „Willkommen“ hängt am Tor eines Schrebergartens in einer Kleingartenanlage. Foto: Henning Kaiser

In NRW habe das Kleingartenwesen besondere Bedeutung, stellt die SPD fest. „Es ist das einzige Bundesland, das die Förderung des Kleingartenwesens in der Landesverfassung verankert hat.“ Die Finanzmittel müssten gesichert und langfristig erhöht und flexibilisiert werden.

Nach Angaben des NRW-Umweltministeriums sind die regulären Fördergelder für Kleingärten seit 2016 von damals 403 000 Euro jährlich auf inzwischen etwa 550 000 Euro erheblich erhöht worden. Die Mittel könnten flexibel für Schulungs- und Beratungsmaßnahmen oder auch für Einzelprojekte eingesetzt werden, teilte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Zusätzlich seien im vergangenen Jahr 50 000 Euro für Projekte in „insektenfreundlichen Kleingärten“ zur Verfügung gestellt worden. Änderungen in der Finanzierung oder Ausrichtung der Förderung seien nicht geplant.

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