Landesumweltamt appelliert: Hinweise auf Wolf melden

Das Landesumweltamt appelliert, alle Hinweise auf einen Wolf offiziell zu melden. Diese würden beim Lanuv nach einem festgelegten Standard ausgewertet, im Zweifelsfall auch mit Unterstützung von erfahrenen Fachleuten aus Brandenburg und Sachsen. „Es hat keinen Zweck, wenn die Leute anfangen, Daten zu sammeln und die dann für sich behalten, um sie irgendwie auszuwerten“, sagte der Artenschutz-Experte beim Landesumweltamt, Matthias Kaiser.

21.12.2018, 13:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Landesumweltamt appelliert: Hinweise auf Wolf melden

Ein Wolf steht in einem Gehege. Foto: Bernd Thissen/Archiv

Das schüre nur Gerüchte und die Unsicherheit der Menschen. Sollte sich nach einer Prüfung ergeben, dass ein Wolf tatsächlich immer wieder durch eine Ortschaft streiche, dann müsste man sich die Situation genau anschauen.

Nachdem der erste weibliche Wolf in NRW am Niederrhein heimisch geworden ist, berichten die Gemeinden Hünxe und Schermbeck über kontroverse Diskussionen und Verunsicherung in der Bevölkerung. Eine Bürgerinitiative in Schermbeck-Gahlen listet auf ihrer Internet-Seite angebliche Wolfssichtungen auch im Ort auf. Da das Landesumweltamt aber zunächst nichts davon wusste, waren die Beobachtungen von Fachleuten auch nicht bewertet worden. Die Gahlener verweisen auf ihrer Wolfs-Seite inzwischen auch auf das Landesumweltamt.

Mit einem Gebiet in der Sennelandschaft wurde im Dezember ein zweites Wolfsgebiet in NRW bestätigt, auch dort soll eine Wölfin heimisch geworden sein. Das Areal zwischen Bielefeld, Paderborn und Detmold ist 922 Quadratkilometer groß.

Weitere Meldungen
Meistgelesen