Landesregierung und Waldbesitzer schließen Pakt für den Wald

Stürme, Borkenkäfer, Trockenheit: Dem Wald in Nordrhein-Westfalen geht es dramatisch schlecht. Die Landesregierung will den Waldbauern helfen - akut und durch den Aufbau möglichst stabiler Mischwälder. Das soll nun in einem sogenannten Waldpakt festgezurrt werden.

10.12.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Landesregierung und Waldbesitzer schließen Pakt für den Wald

Die Sonne scheint durch herbstliche Buchenblätter. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Mit der Unterzeichnung eines sogenannten Waldpaktes will die Landesregierung heute Schritte für den Erhalt des Waldes bekräftigen. Darin wollen Politik und Waldbesitzer ihre gemeinsame Verantwortung betonen, Waldschäden zu begrenzen und die Entwicklung vielfältiger und klimastabiler Wälder voranzutreiben. Grundlage des Paktes sind Pläne, die die Landesregierung bereits nach einer auswärtigen Kabinettstagung Ende September in Schmallenberg im Rothaargebirge zugesichert hatte.

So sollen in den kommenden zehn Jahren 100 Millionen Euro zur Wiederaufforstung bereitgestellt werden. Allerdings sollen keine empfindlichen Monokulturen, sondern stabilere Mischwälder gefördert werden. Außerdem sollen die Waldbauern mit Akuthilfen unterstützt werden.

Langanhaltende Trockenheit, zerstörerische Stürme und in der Folge eine Borkenkäferplage historischen Ausmaßes setzen auch den Bäumen in Nordrhein-Westfalen derzeit zu. Nur jeder fünfte Baum ist laut aktuellstem Waldzustandsbericht intakt. Fichten sind besonders betroffen: Etwa elf Millionen der Nadelbäume sind kaputt. Auch viele Buchen weisen Schäden auf.

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