Landesregierung: Keine Gespräche mit Blackrock verschwiegen

Die Landesregierung hat den Vorwurf zurückgewiesen, Gespräche mit dem Finanzinvestor Blackrock verschwiegen zu haben. Dies entbehre jeder Grundlage, teilte das NRW-Finanzministerium am Mittwoch mit. Es habe zwar am 24. September 2018 ein Treffen mit Blackrock-Vertretern im Finanzministerium stattgefunden, bei denen ein Finanzprodukt präsentiert worden sei.

25.09.2019, 17:29 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dass dieses Gespräch in der Antwort auf eine Anfrage aus dem Landtag nicht erwähnt worden sei, habe einen einfachen Grund: Es sei nur nach Gesprächen bis hinunter zur Abteilungsleiter-Ebene gefragt worden. Das Gespräch sei aber von einem Referatsleiter geführt worden. Die Nennung solcher Gespräche sei ausdrücklich nicht verlangt worden. Verträge seien aus dem Gespräch nicht entstanden.

Die SPD hatte einen Bericht des TV-Magazins „Westpol“ aufgegriffen und gemutmaßt, Friedrich Merz (CDU), Aufsichtsratschef von Blackrock Deutschland und Brexit-Beauftragter der NRW-Landesregierung, könnte Lobbyismus für den Vermögensverwalter betrieben haben.

Merz sei bislang zum letzten Mal im November 2016 zu Gesprächen im Finanzministerium gewesen, teilte dieses nun mit - also in der Zeit der rot-grünen Vorgängerregierung.

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