Kutschaty für offenes Verfahren bei Suche nach Partei-Chef

Der Chef der nordrhein-westfälischen SPD-Landtagsfraktion Thomas Kutschaty hat sich mit Blick auf die Kandidatensuche für den SPD-Parteivorsitz für ein offenes Verfahren ausgesprochen. „Da kommt es aus meiner Sicht nicht auf einen Monat an“, sagte er am Dienstag in Düsseldorf. Es sei immer gut, wenn für bestimmte Ämter auch mehrere Personen kandidierten.

04.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Kutschaty für offenes Verfahren bei Suche nach Partei-Chef

Thomas Kutschaty, nordrhein-westfälischer SPD-Fraktionsvorsitzender, bei einer Presseerklärung im Landtag. Foto: Johannes Neudecker/Archivbild

Er könne sich auch eine Mitglieder-Urwahl vorstellen, sagte der SPD-Politiker. Er sprach zudem die Möglichkeit einer Doppelspitze für den Parteivorsitz an. Überlegenswert sei, einen Mann und eine Frau zu nehmen. All dies solle geprüft werden. „Wenn nicht jetzt, wann dann besteht die Möglichkeit zu einer solchen durchgreifenden Veränderung“, sagte Kutschaty.

Der SPD-Fraktionschef im NRW-Landtag sprach sich dafür aus, in Berlin auszuloten, welche gemeinsamen Projekte in der Koalition aus Union und SPD noch zu machen seien. Er nannte unter anderem die Grundrente und Steuergerechtigkeit. Es sei Aufgabe der neuen Parteispitze in Berlin, zu sondieren, was bislang erfolgreich gelaufen sei, was noch umgesetzt werden könne und was nicht gehe. Wenn die Union sich weiter weigere, bestimmte Dinge mitzumachen, müsse man zur Erkenntnis kommen, es gehe mit der Union so nicht weiter, und man müsse getrennte Wege gehen. Kutschaty hatte sich von Anfang an gegen die Bildung der großen Koalition in Berlin ausgesprochen.

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