Kusch schwimmt an WM-Medaille vorbei - Drei deutsche Rekorde

Auf die zweite Medaille nach Bronze für Marco Koch müssen die deutschen Schwimmer bei der Kurzbahn-WM weiter warten. Am Samstag verpasst ein Schmetterlings-Schwimmer ganz knapp das Podest. Eine Ungarin holt bereits ihre vierte Goldmedaille.

15.12.2018 / Lesedauer: 2 min
Kusch schwimmt an WM-Medaille vorbei - Drei deutsche Rekorde

Verpasste nur knapp eine WM-Medaille: Marius Kusch. Foto: Jens Büttner

Ein wenig bitter war es schon, doch Marius Kusch konnte kurz nach seiner knapp verpassten Bronzemedaille bei der Kurzbahn-WM schon wieder lachen.

Zwar kommentierte der Schmetterlings-Schwimmer seinen Rückstand auf Rang drei und Dylan Carter aus Trinidad und Tobago mit den Worten: „Zwei Hundertstel - das ist schon recht ärgerlich.“ Doch nach seiner persönlichen Bestzeit von 22,40 Sekunden gewann er dem Rennen am Samstag in Hangzhou auch viel Positives ab. „Ich freue mich natürlich über die Zeit. Ich konnte jetzt in jedem 50-Meter-Schmetterling-Rennen immer ein bisschen schneller schwimmen.“

Schnell schwammen auch Fabian Schwingenschlögl, die deutsche 4x200 Meter Freistil-Staffel der Frauen und die Männer der 4x50 Meter-Lagen-Staffel, die jeweils einen deutschen Rekord aufstellten. Das Männer-Quartett des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) schlug nach 1:31,80 Minuten an und unterbot die alte Bestmarke von 2009 um 22 Hundertstelsekunden. Auch in diesem Rennen leistete Kusch, der sich in China stark präsentiert, seinen Beitrag.

„Das ist erst mal ein Mega-Erfolg, darauf können wir aufbauen“, sagte Staffel-Mitglied Damian Wierling kurz nach dem Rennen, in dem zudem Christian Diener und Schwingenschlögl für Deutschland starteten. Das DSV-Team belegte Rang fünf. Den Sieg sicherte sich Russland vor den USA und Brasilien. Bei den Frauen bedeutete die nationale Bestmarke von 7:46,36 Minuten Rang sieben beim Sieg der umjubelten Gastgeberinnen.

Brustschwimmer Schwingenschlögl qualifizierte sich als Zweiter der Halbfinals für den Endlauf über 50 Meter und unterbot dabei seinen eigenen deutschen Rekord in 25,87 Sekunden. „Das ist schön, dass die harte Arbeit Früchte trägt“, sagte der 27-Jährige. Für das Finale am Sonntag gab er die Devise aus: „Einfach nochmal Spaß haben.“

In ganz anderen Sphären als die deutschen Athleten schwimmt die ungarische Ausnahme-Sportlerin Katinka Hosszú. Die Dreifach-Olympiasiegerin von Rio de Janeiro siegte über 200 Meter Lagen und feierte damit schon ihre vierte Goldmedaille bei den Titelkämpfen im 25-Meter-Becken.

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