Kurrende-Blasen sorgt für Festtagsstimmung im Dorf

von Peter Benedickt

Dellwig

, 26.12.2018 / Lesedauer: 2 min
Kurrende-Blasen sorgt für Festtagsstimmung im Dorf

Der Abschuss beim Kurrende-Blasen war für den Posaunenchor Dellwig die Mitgestaltung des Gottesdienstes in der evangelischen Kirche.

Jedes Jahr läutet in Dellwig der Posaunenchor Heiligabend ein. Die Musiker ziehen durch das ganz Dorf und spielen festliche Lieder für die Bewohner. In Menden gibt es eine ähnliche, noch viel größere Veranstaltung. Das sogenannte Turmblasen. Auch hier sind Posaunisten mit dabei. Sie stehen ganz oben auf den Kirchturm und spielen für hunderte Bürger, die auf dem Marktplatz stehen und mitsingen. Aber woher kommen diese Traditionen, die sich in Fröndenberg und der Nachbarstadt Menden entwickelt haben? Als Kurrende hat man früher einen laufenden Chor bezeichnet. Der Begriff kommt aus der lateinischen Sprache, die heute nicht mehr gesprochen wird. Viele Wörter in der deutschen Sprache sind aber mit Wörtern aus dem Latein verwandt. Die Sänger in einer Kurrende sollen früher bedürftige Jungen gewesen sein. Sie haben an Türen gegen eine Spende gesungen. Es gibt heute noch Chöre, die als Kurrende bezeichnet werden. Und die Kurrende muss nicht nur aus Sängern bestehen. Zu Weihnachten und Ostern ziehen immer noch in vielen Orten Deutschlands Posaunenchöre durch die Orte. Sie wollen kein Geld dafür. Sie möchten den Menschen eine Freude machen.

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