Kuper: Aufstehen für ein vorurteilsfreies Miteinander

In einer Schweigeminute hat der nordrhein-westfälische Landtag am Donnerstagmorgen der Opfer des Anschlags in Halle an der Saale gedacht. Landtagspräsident André Kuper mahnte, auch im Parlament müsse aufgehört werden, „mit zwielichtigen Worten eine Saat auszusäen“. Alle müssten bereit sein, auf politische Geländegewinne zu verzichten und aufzustehen für ein vorurteilsfreies Miteinander.

10.10.2019, 10:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kuper: Aufstehen für ein vorurteilsfreies Miteinander

Landtagspräsident Andre Kuper (CDU) appeliert für ein vorurteilfreies Miteinander aufzustehen. Foto: Federico Gambarini/dpa

Ein schwerbewaffneter mutmaßlicher Rechtsextremist hatte am Mittwoch versucht, in die Synagoge in Halle in Sachsen-Anhalt einzudringen und dort unter Dutzenden Gläubigen ein Blutbad anzurichten. Sein Versuch scheiterte, woraufhin er vor der Synagoge und danach in einem nahen Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen und mindestens zwei weitere verletzt haben soll.

Kuper sagte an die Adresse jüdischer Gäste auf der Zuschauertribüne des Landtags: „Wir lassen Euch nicht alleine. Wir lassen Euch nicht im Stich. Wir sind froh, dass es Euch gibt.“ Antisemitischer Hass und Judenfeindlichkeit hätten keinen Platz in diesem Land. Der Landtag erhebe sich nicht allein im Gedenken an die Opfer des Anschlags, sondern auch „für jüdisches Leben in unserem Land“.

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