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Kunden abgezockt: Schlüsseldienst-Chefs verurteilt

Wegen Kundenbetrugs sind zwei Schlüsseldienst-Geschäftsführer in Kleve zu mehreren Jahren Haft verurteilt worden. Die 58 und 39 Jahre alten Männer hätten im Internet und in den Gelben Seiten bundesweit mit ortsansässigen Schlüsseldienst-Firmen geworben. Tatsächlich landeten die Kunden über die örtlichen Vorwahlen unbemerkt im Call-Center der „Deutschen Schlüsseldienstzentrale“ in Geldern am Niederrhein, wie die Richter des Landgerichts am Dienstag in ihrem Urteil feststellten.

07.08.2018

Für überflüssige und stümperhafte Arbeiten der Monteure wurden die Kunden mit „vielfach überhöhten Preisen“ zur Kasse gebeten, sagte der Vorsitzende Richter Christian Henckel. In einem Fall war ein um 500 Prozent überhöhter Preis erhoben worden.

Der 58 Jahre alte Drahtzieher, der wegen der Masche schon einmal im Gefängnis saß, wurde zu sechseinhalb Jahren verurteilt, sein Komplize zu drei Jahren und neun Monaten - jeweils wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs, Steuerhinterziehung und Vorenthaltung von Arbeitsentgelt. Die Monteure seien anders als von den Angeklagten behauptet nicht selbstständig, sondern Teil des kriminellen Systems gewesen. Die Angeklagten hatten laut Gericht für die Monteure weder Lohnnebenkosten von zehn Millionen gezahlt noch Umsatzsteuer von knapp sechs Millionen Euro. Die Verteidigung hatte Freispruch gefordert.

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