Kulturpreis für Lüner Künstler-Paar

Auch Förderpreis vergeben

Zum zweiten Mal wird der Lüner Kulturpreis an zwei Preisträger vergeben - an das Künstlerpaar Simone Prothmann und Siegfried Krüger. Der Förderpreis geht an ein Theater-Talent.

Lünen

, 13.12.2018, 19:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kulturpreis für Lüner Künstler-Paar

Siegfried Krüger und Simone Prothmann in ihrer Installation Installation in der Stadtkirche St. Georg. © Foto: Johanna Mack

Das erste Künstler-Duo, das den Kulturpreis erhielt, war das Ehepaar Catharina und Dieter Wagner, das sich gemeinsam um bildende Kunst kümmert. In diesem Jahr entschied sich die Jury unter dem Vorsitz von Jochen Otto wieder für zwei Preisträger, die sich gemeinsam der Kunst widmen. Simone Prothmann und Siegfried Krüger sind die Kulturpreisträger 2018. Das teilte Otto am Donnerstagabend in der Ratssitzung mit.

Der Kulturpreis wird zum insgesamt 14. Mal vergeben und ist mittlerweile mit 2500 Euro dotiert.

Vielseitiges Werk

Installationen, Aktionen, Fotoserien und Lichtkompositionen prägen das Werk von Simone Prothmann und Siegfried Krüger, die mit ihrer Kunst wahre Botschafter der Stadt Lünen seien, so Otto. „Sie verwandeln Räume und Gebäude in etwas Neues, lassen sie anders und neu wahrnehmen und laden dazu ein, sich auch auf Unbekanntes einzulassen“, so die Begründung der Jury.

Ihre Arbeiten waren bei den Projekten „Treibzeit“ und „TonStrom“ auf der Lippe im Jahr 2004 zu sehen, sechs Jahre später beim Kaufhausleerstand auf dem Marktplatz. 2017 gab es ihre Lichtinstallation in der Stadtkirche St. Georg.

„Sie haben bereits oft weit über die Stadt und die Region hinaus gewirkt“, erklärte der Jury-Vorsitzende. Seit 2003 sind ihre Installationen an ausgewählten Orten wie Zechen, Kirchen, Theater zu sehen - von Essen und Dortmund bis zu den Niederlanden.

2019 neue Kunstaktion in Kirchen

Ihre Fotoserien waren ebenso auf der Lippebrücke beeindruckend wie auch in Essen, dem niederländischen Bergen oder Venedig. Stets präsentieren sie ihre Arbeiten bei den Ausstellungen der „Offenen Ateliers“ in Lünen, aber auch im Dortmunder U oder in der Bergkamener Sohle 1. 2019 werden die neuen Kulturpreisträger mit anderen Künstlern eine Wanderausstellung in zahlreichen Kirchen bestücken, beispielsweise in Saarbrücken oder Mönchengladbach. „Sie wohnen im Zentrum der Stadt und bereichern das kulturelle Leben Lünens. Nun bekommen sie den Kulturpreis für ihre hervorragende künstlerische Arbeit.“

Kulturpreis für Lüner Künstler-Paar

Marie Hirschberg in einer Rolle ihres Stückes „Hall of Fame“ auf der Bühne des Hilpert-Theaters beim Jugend-Theaterfestival. © RN-Foto Textoris

In ihrer Sitzung Anfang September hat die Jury auch beschlossen, in diesem Jahr wieder den Kulturförderpreis zu verleihen, weil unter den Vorschlägen viele geeignete Kandidaten waren. Der Förderpreis wird zum zweiten Mal an ein junges Lüner Talent vergeben. Nach dem Musiker Julius Schepansky ist es nun eine Theatermacherin, die die Bühne liebt und lebt. Marie Hirschberg ist Schülerin des Freiherr-vom-Stein-Gymnasium und gründete mit Freunden 2014 das Freie Theater Team Lünen.

Autorin, Regisseurin und Schauspielerin

Die junge Lünerin schreibt die Stücke, inszeniert sie und spielt auch noch mit. Ihre Leidenschaft für Theater präsentiert die 17-Jährige immer wieder bei den Aufführungen während des Festivals Junges Theater und im Lüner Kultur- und Aktionszentrum. Dort zeigt das Freie Theater Team im Januar ihr neuestes Stück, die weihnachtliche Komödie „Oh du fröhliche“.

Besonders beeindruckend war ihr bislang letztes Stück „Hall of Fame“, das beim Festival Junges Theater zu sehen war und in dem es um Leistungsdruck und die Gefühle von Maries Generation geht.

Publikumslieblinge bei Festival in Bad Gandersheim

Beim Festival in Bad Gandersheim trat Marie mit ihrer Gruppe auf und auch wenn die Lüner nicht gewannen, sie wurden zu Publikumslieblingen. Am liebsten schreibt die 17-Jährige ihre Stücke in den Sommerferien und sieht das Theater als wunderbaren Ausgleich für Schule und Nebenjob. Sie sei, so Otto, nach Meinung ihrer Familie und ihrer Mitspieler „eine kleine Rampensau“. Die Jury würdigt ihr Engagement - auch in der Hoffnung „dass ein neuer Lüner Stern am Theaterhimmel aufgeht“.

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