Kulturministerin lobt Kirchen-Büchereien

Sie sind oft kleiner und haben nicht so lange geöffnet: Dafür sind kirchliche Büchereien oft da, wo es keine Angebote der Kommunen gibt. Das Land greift den ehrenamtlich geführten Büchereien unter die Arme.

02.12.2019, 15:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kulturministerin lobt Kirchen-Büchereien

Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen spricht auf einem Podium. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Nordrhein-Westfalens Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) hat die Arbeit der gut 1250 kirchlichen Büchereien gewürdigt. „Sie sind eine wichtige Ergänzung zu dem öffentlichen Angebot der Kommunen“, sagte die Ministerin am Montag bei einem Besuch einer katholischen Bücherei in Essen. Sie nähmen eine wichtige Rolle bei der kulturellen Grundversorgung ein und ermöglichten eine wohnortnahe Versorgung mit Medien, betonte sie. Die Ministerin lobte das „fantastische Engagement“ der etwa 13 500 Ehrenamtlichen, die diese Büchereien betrieben.

Das Land NRW hat die kirchlichen Büchereien seit 2018 mit 1,5 Millionen Euro unterstützt, die etwa für neue Medien und sogenannte Medienboxen ausgegeben wurden. 2021 stehen weitere 500 000 Euro zur Verfügung. Bei den geförderten Büchereien lag die Förderung im Schnitt bei 3000 Euro.

Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck betonte, dass die kirchlichen Büchereien im ländlichen Raum, aber auch in Stadtvierteln ohne kommunale Bücherei „oft der einzige Anbieter von Büchern, Zeitschriften und modernen elektronischen Medien“ seien. Sie stärkten Chancengleichheit und eröffneten dadurch gerade Kindern und Jugendlichen wichtige Perspektiven für ihren Werdegang.

Von den über 1250 kirchlichen Büchereien gehören nach Angaben des Verbandes der Bibliotheken NRW rund 1000 zur katholischen Kirche. Daneben betreiben 271 Kommunen öffentliche Büchereien mit insgesamt 486 Standorten. Hinzu kommen die Bibliotheken der Hochschulen.

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