Künstler lässt Krähen auf dem Schwarmturm landen

Kunst-Aktion

Künstler Erich Füllgrabe haucht einem tristem Turm an der Ruhrstraße in Schwerte munteres Flatter-Leben ein.

Schwerte

02.12.2018 / Lesedauer: 2 min
Künstler lässt Krähen auf dem Schwarmturm landen

Erste Adresse für Krähen: der Schwarmturm an der Ruhrstraße. © Füllgrabe

Der Schwarmturm in der Ruhrstraße ist ein luftiger Cocktail aus kreisenden Krähen und einem einsamen Rabenpaar. Damit haucht Erich Füllgrabe dem einst tristen Turm ganz unerwartet munteres Leben ein. Flaneure in der Altstadt sollen staunend einen Blick in den Himmel werfen.

Auf der Suche nach spannender Kunst am Bau wurde dem Schwerter Architekten Bernd Heidbrede und seiner Frau, Kulturjournalistin Ilka Heiner, der Herner Künstler Erich Füllgrabe empfohlen, der sich in Schwerte mit der Gestaltung des unwirtlichen Tunnels am Schwerter Bahnhof einen Namen gemacht hat.

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Nun also ist der Schwarmturm die zweite öffentliche Arbeit des Herners in Schwerte. Grundgedanke war: „Ich stehe da wie ,Hans guck in die Luft’ und schaue noch oben“, skizziert Füllgrabe seine Herangehensweise. Schon seit der Kindheit liegt sein besonderes Augenmerk auf dem Zug der Vögel, ihren Kapriolen, ihren Schwärmen, ihrem Krähenmuster am Himmel. Da lag es wohl nahe, „seine“ fliegenden, sitzenden, schwärmenden Krähen auf dem Turm zu verewigen. Dabei konnte der Künstler auf eine Fülle von Fotos zurückgreifen, die er in all den Jahren von den gefiederten Rabenvögeln „geschossen“ hat. Eine kleine Auswahl davon wurde am Computer überarbeitet, in zahlreichen Schichten übereinandergelegt und schließlich als Foliendruck auf Aluminiumplatten aufgezogen.

22 Tafeln sind so entstanden, die nun mit dem Schwarmturm an der Ruhrstraße nahe der Rohrmeisterei die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Zu sehen sind fliegende, sitzende, schwärmende, hockende und losfliegende Krähen.

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