Künstler Mack wehrt sich gegen Täuschungsvorwürfe

Der betagte ZERO-Künstler Heinz Mack wehrt sich gegen Vorwürfe aus der Kunstszene. Es geht um einen Vorgang, der mehr als 30 Jahre zurückliegt. Erstmals nimmt Mack nun persönlich Stellung dazu.

23.11.2019, 10:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Künstler Mack wehrt sich gegen Täuschungsvorwürfe

Der ZERO-Künstler Heinz Mack. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

35 Jahre liegt ein verheerender Brand im Atelierhaus des renommierten ZERO-Künstlers Heinz Mack zurück. Dabei wurden auch Arbeiten von Macks weltberühmten Künstlerfreunden beschädigt. Erstmals räumt der heute 88 Jahre alte Mack Fehler im Umgang mit den Werken ein, die er später eigenhändig restaurierte und verkaufen wollte. „Ich persönlich habe mir nichts vorzuwerfen, aber wenn ich einen Fehler gemacht habe, dann dass ich die Restaurierungsarbeiten nicht auf den Werken vermerkt habe“, sagte Mack der Deutschen Presse-Agentur. „Das bedaure ich heute zutiefst. Das war einfach gedankenlos und naiv.“

Zuvor hatten der wegen Millionenbetrugs verurteilte Kunstberater Helge Achenbach und der renommierte Galerist Rudolf Zwirner Täuschungsvorwürfe gegen Mack erhoben. Achenbach hatte einige Arbeiten Ende der 80er Jahre von Mack gekauft, sie ihm dann aber wegen Zweifeln an der Echtheit zurückgegeben.

Sechs durch das Feuer beschädigte Arbeiten von Yves Klein, Joseph Beuys, Max Bill, und Arman habe er mit restauriert, und zwar „im Dialog“ mit zwei renommierten Restauratoren, sagte Mack. Achenbach habe ihm die restaurierten Objekte sowie sieben weitere Arbeiten abgekauft. Mack betonte, er habe Achenbach „von Beginn an über die Restaurationen in Kenntnis“ gesetzt. Achenbach hatte dagegen erklärt, erst von einem Restaurator über die Eingriffe informiert worden zu sein.

Mack nahm die sechs restaurierten Arbeiten auf Druck von Achenbach zurück und verbrannte sie nach eigenen Angaben. „Ich habe das damals zwar fotografisch dokumentiert, diese Fotos sind aber leider aktuell nicht auffindbar.“

Zugleich wies Mack Verdächtigungen zurück, wonach er spätere Arbeiten auf die 60er bis 70er Jahre zurückdatiere. ZERO-Kunst aus jener Zeit erzielt auf dem Markt hohe Preise. „Jede kleinste Veränderung“ an Werken werde ausnahmslos auf den Werken oder im internen Archiv notiert. „Ich mache Fehler kein zweites Mal.“

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