Kriegseinsatz in Ukraine: Bewährungsstrafe für Separatisten

Ein Mann reist in die Ukraine, um auf der Seite der Separatisten zu kämpfen. Desillusioniert kehrt er nach eineinhalb Jahren zurück. Vom Gericht erhält er eine Bewährungschance.

10.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Kriegseinsatz in Ukraine: Bewährungsstrafe für Separatisten

Eine Außenansicht zeigt den Nebeneingang vom Landgericht in Dortmund. Foto: Ina Fassbender/Archivbild

Das Dortmunder Landgericht hat am Mittwoch einen 43-jährigen Deutschen wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Der in der früheren Sowjetunion geborene Angeklagte war 2014 in die Ukraine gereist, um auf der Seite der Separatisten gegen die ukrainische Armee zu kämpfen.

Dass der Mann tatsächlich an Kampfhandlungen teilgenommen hat, konnten die Richter nicht klären. „Er hatte es aber vor“, hieß es in der Urteilsbegründung. Dafür sei er auch an Maschinengewehren ausgebildet worden.

„Der Angeklagte ging als Idealist in die Ukraine und kehrte völlig desillusioniert wieder zurück“, sagte Richter Dirk Kienitz. Nach seiner Rückkehr 2016 war er am Flughafen Hannover festgenommen und befragt worden. Dabei hatte er sofort zugegeben, die vergangenen knapp eineinhalb Jahre in der Ukraine verbracht zu haben.

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