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Kreis Unna nimmt keinen Anstoß an Schildern in Bork

Hasseler Wegestreit

„Privatgrundstück. Unbefugtes Benutzen verboten“, steht auf den Schildern vor und hinter der Hofstelle Böckerin Hassel. Wenn es nach dem Kreis Unna geht, dürfen sie ruhig stehen bleiben.

Bork

, 07.08.2018
Kreis Unna nimmt keinen Anstoß an Schildern in Bork

Fußgänger und Radfahrer sind hier willkommen, Autofahrer nicht, wie der Kreis Unna mitteilt. © Foto: Sylvia vom Hofe

Die Sache ist verzwickt. „In der freien Landschaft ist das Betreten auch von Privateigentum erlaubt, wenn das der Erholung gilt“, sagt am Montag Constanze Rauert, Sprecherin des Kreises Unna. Der Hof Böcker befindet sich in freier Landschaft. Der Weg „Auf dem Hahnen“, der an der Hofstelle entlangführt, „darf daher von Erholungssuchenden zu Fuß und mit dem Fahrrad passiert werden, auch wenn es sich um Privatgrund handelt“, sagt Constanze Rauert. Die Schilder, die der Landwirt aufgestellt habe, würden dem nicht widersprechen.

Damit schlägt der Kreis Unna, mit dem sich der Bauer seit 2016 im Rechtsstreit befunden hat, versöhnlichere Töne an als es manche Borker gehofft hatt. „Die Schilder müssen weg, sie verunsichern nur alle, die den Weg nutzen wollen“, hatte Maria Lipke am Freitag gesagt, als die Ruhr Nachrichten über das vermeintlich Ende der Auseinandersetzung berichteten. Der Landwirt hatte im Juni während eines Ortstermins mit dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen seine Klage gegen den Kreis zurückgezogen.

„Der Weg darf nicht gesperrt werden.“ Darin hat das Gericht dem Kreis Recht gegeben. Lediglich beim Entfernen von Totholz aus dem Bäumen dürfe er die Tore schließen.

Spaziergänger und Radfahrer dürften den Weg passieren, sagt Rauert. Autofahrer aber nicht. Deshalb hat sie auch nichts einzuwenden gegen das Sackgassenschild an der Lünener Straße, „das wir als Kreis nicht aufgestellt haben“.