Krefelder Zoodirektor: „Der Schmerz sitzt unglaublich tief“

Feuer im Affenhaus

Ein Feuer hat in der Silvesternacht das Affenhaus im Krefelder Zoo vollständig zerstört. Fast alle Tiere kamen ums Leben. Das sagt Zoodirektor Wolfang Dreßen jetzt im Interview.

Krefeld

02.01.2020, 10:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Krefelder Zoodirektor: „Der Schmerz sitzt unglaublich tief“

Zoodirektor Wolfgang Dreßen steht vor dem abgebrannten Affenhaus: „Das ist unglaublich“ © Christoph Reichwein/dpa

Ein Meer aus Kerzen hat in der Nacht zum Donnerstag vor dem Krefelder Zoo an die mehr als 30 verbrannten Tiere erinnert. „Das ist unglaublich“, sagte Zoo-Direktor Wolfgang Dreßen am Donnerstagmorgen im WDR2-Interview.

Trauerverarbeitung steht im Vordergrund

Auch für die Mitarbeiter stehe nun - neben der Pflege der übrigen Tiere - die Trauerverarbeitung im Vordergrund. „Der Schmerz, der da ist, sitzt unglaublich tief.“ Konkrete Vorstellungen, wie es mit dem niedergebrannten Affenhaus und der Zucht der in der Wildnis teilweise bedrohten Tiere nun weitergehe, gebe es noch nicht, sagte Dreßen.

Er stehe aber zur Menschenaffenhaltung im Krefelder Zoo, sagte der Direktor. Bei dem Feuer waren in der Silvesternacht mehrere Menschenaffen gestorben, darunter Orang-Utans, Gorillas und ein Schimpanse.

Ermittlungen: Fahrlässige Brandstiftung

Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung. Die Ermittler meinen, dass eine zum Jahreswechsel gezündete Himmelslaterne den Brand ausgelöst haben könnte. Der Zoo bleibt auch am Donnerstag weiter geschlossen.

dpa