Krefeld Pinguine: Zukunftsentscheidung könnte sich hinziehen

Die finanziell angeschlagenen Krefeld Pinguine aus der Deutschen Eishockey Liga halten eine weitere ergebnislose Gesellschafterversammlung an diesem Donnerstag für möglich. „Ich weiß es nicht. Mit Herrn Ponomarew ist grundsätzlich alles möglich“, sagte Geschäftsführer Matthias Roos am Mittwoch.

27.11.2019, 14:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Roos wirft dem russischen Gesellschafter Michail Ponomarew vor, dem Club seit Monaten zugesagte Gelder zu verweigern. Ponomarew bestreitet dies. Die Pinguine streben eine Umstrukturierung der Gesellschaft ohne Ponomarew an. Im Raum steht zudem eine Kapitalerhöhung, wodurch der Einfluss Ponomarews und die Abhängigkeit des Clubs von ihm sinken würden. Gelingt all dies nicht, droht dem deutschen Meister von 2003 nach eigener Darstellung die Insolvenz und der DEL-Rückzug - spätestens zur neuen Saison. Die Etat-Unterdeckung beträgt laut Medienangaben derzeit gut eine Million Euro.

Eine erste Gesellschafterversammlung war in der vergangenen Woche ergebnislos verlaufen. Die Parteien hatten sich noch einmal auf diesen Donnerstag vertagt. Roos wollte ursprünglich schon bis Mitte November Klarheit haben. „Eigentlich muss man Anfang November anfangen, eine Mannschaft zusammenzustellen für die neue Saison. Man muss mit Werbepartnern Gespräche führen. All diese Dinge liegen auf Eis. Jede Woche, die vergeht, ist eine Woche, die wir verlieren“, sagte der 39-Jährige, der auch ohne Ergebnis am Donnerstag weiter kämpfen will.

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