Kramp-Karrenbauer: 40 Prozent bei Wahlen ist Ziel der Union

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer will die Union als Vorsitzende wieder zu Wahlergebnissen von 40 Prozent führen. „40 Prozent ist die Marge, die wir erreichen wollen in Deutschland und den Landesverbänden“, sagte die Kandidatin für den CDU-Vorsitz am Mittwoch bei der sechsten Regionalkonferenz in Düsseldorf. „An der Hürde werden wir uns messen lassen.“

28.11.2018, 19:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kramp-Karrenbauer: 40 Prozent bei Wahlen ist Ziel der Union

Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer steht auf der Bühne. Foto: Federico Gambarini

Die Union hatte mit Kanzlerin Angela Merkel an der Spitze bei der Bundestagswahl vor über einem Jahr nur 32,9 Prozent erreicht - und damit das zweitschlechteste Ergebnis seit 1949. Derzeit liegt die Union in Umfragen nur noch bei rund 26 Prozent.

Kramp-Karrenbauers Konkurrent um den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, erklärte in Düsseldorf ebenfalls, der Abwärtstrend der CDU müsse gestoppt und umgekehrt werden. Hintergrund der Talfahrt sei, dass die Klarheit der CDU-Positionen in den vergangenen Jahren gelitten habe. Der ehemalige Unionsfraktionschef versicherte, er strebe als neuer CDU-Chef nicht das Ende der großen Koalition an. „Es gibt überhaupt keinen Grund, über Neuwahlen zu spekulieren.“ Er fügte hinzu: „Wir haben eine gewählte Regierung.“ Merz erhielt am Ende seiner Vorstellung großen Applaus.

Merz und der dritte aussichtsreiche Bewerber auf die Nachfolge von Angela Merkel im CDU-Vorsitz, Jens Spahn, attackierten die Grünen, die in Umfragen derzeit bei über 20 Prozent liegen. Es sei „Doppelmoral“, wenn die Grünen die Rodung des Hambacher Forsts für den Braunkohletagebau mitbeschließen, sich aber dann an Bäume ketteten, sagte Spahn. „Wenn es darauf ankommt, ist von den Grünen nichts zu sehen.“ Merz sagte ebenfalls mit Blick auf den Protest im Hambacher Forst: „Die Grünen müssen ihr Verhältnis zum Gewaltmonopol dieses Staates klären.“

Nordrhein-Westfalen ist für die Wahl des Nachfolgers von Angela Merkel im CDU-Vorsitz besonders wichtig, weil mit Merz und Spahn zwei Bewerber aus dem größten Landesverband kommen. NRW stellt zudem fast ein Drittel der Delegierten für den entscheidenden CDU-Bundesparteitag in eineinhalb Wochen.

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