Kräftiger Anstieg bei den Baukosten in NRW

Die Baupreise in NRW sind kräftig gestiegen. Beim Straßenbau noch mehr als bei den Wohngebäuden. Der Anstieg ist dort besonders stark, wo Beton benötigt wird.

04.10.2018, 11:52 Uhr / Lesedauer: 1 min

Teurer Beton, gestiegene Löhne: Der Bau von Häusern und Straßen hat sich in Nordrhein-Westfalen kräftig verteuert. Im August kostete die Errichtung von Wohngebäuden 4,1 Prozent mehr als im gleichen Monat des vergangenen Jahres, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag berichtete.

Beim Straßenbau betrug die Teuerungsrate sogar 7,8 Prozent. Vergleichsweise niedrig fiel der Preisanstieg bei Schönheitsreparaturen in Wohnungen mit 1,6 Prozent aus. Der Preisanstieg bei Bauleistungen liegt insgesamt deutlich über der allgemeinen Teuerungsrate, die im September in NRW 2,3 Prozent betrug.

Ein Grund für den Preisanstieg sind nach Angaben eines Sprechers des Verbands der Bauindustrie die deutlich höheren Beschaffungskosten für Rohmaterialien. Wegen des Baubooms müssten Sand und Kies teilweise schon aus Norwegen herangeschafft werden, sagte ein Sprecher. Das Statistische Landesamt hat ermittelt, das Betonarbeiten mit einem Plus von 7,0 Prozent derzeit der größte Preistreiber in der Baubranche sind.

Auch die Preise der Nachunternehmer, die für die großen Baufirmen arbeiteten, seien gestiegen. Zudem habe es einen recht hohen Tarifabschluss in der Branche gegeben. Außerdem hätten sich die Bauunternehmen jahrelang mit geringen Renditen zufrieden geben müssen. Da gebe es jetzt einen gewissen Nachholbedarf, sagte der Sprecher.

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