Kosmetikhaus schließt Geschäft in einer Riesen-Immobilie und an exklusiver Stelle

dzEinzelhandel in Werne

Erneute Veränderung im Werner Einzelhandel: Das Kosmetikhaus in der Steinstraße schließt Anfang 2020. Damit droht ein weiterer Leerstand in der Innenstadt. Dieses Mal ist es eine riesige Immobilie.

Werne

, 14.11.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Kosmetikhaus ist ein riesiges Haus. Renata Kassner (49) zeigt ihr Geschäft, das sie zu Ende Januar 2020 schließt. Es erschließt sich über drei Etagen. In jeder befindet sich ein Behandlungszimmer. Insgesamt sind es 250 Quadratmeter.

Zu viel, um es mit nur einer einzigen Mitarbeiterin zu betreiben. Deshalb möchte sich Renata Kassner, die seit 20 Jahren als Kosmetikerin in Werne arbeitet, verändern. Sie kündigte ihren Mietvertrag und sucht nach viereinhalb Jahren nun eine neue Immobilie.

Angebote für neues Ladenlokal gibt es viele

Genügend Angebote gibt es in der Innenstadt. 26 Ladenlokale stehen aktuell im Bereich der Innenstadt leer. Einige der Lokale habe sie sich bereits angeguckt, erzählt Kassner. Auch ein Gespräch mit dem Stadtmarketing habe es gegeben.

Kassner möchte sich wieder verkleinern. Gut 80 Quadratmeter soll ihr neues Geschäft, möglichst in der Werner Fußgängerzone, haben. Denn die Größe ihres jetzigen Kosmetikhauses an der Steinstraße 27 bringt einige Herausforderungen mit sich.

Kosmetikhaus schließt Geschäft in einer Riesen-Immobilie und an exklusiver Stelle

Renata Kassner (49) betreibt aktuell mit nur einer Mitarbeiterin das 250 Quadratmeter große Kosmetikhaus. © Andrea Wellerdiek

Von sechs Mitarbeiterinnen ist nur eine geblieben

Wenn sie oder ihre Mitarbeiterin Sevil Akkus allein im Dienst ist, ist es nicht leicht, während einer Behandlung das gesamte Gebäude im Blick zu behalten. Auch neue Mitarbeiterinnen hätten die drei Etagen manchmal abgeschreckt. „Es möchte nicht jeder Treppen steigen“, sagt Renata Kassner.

Schon seit Jahren hat sie Probleme, geeignetes Fachpersonal für das Kosmetikhaus zu finden. Von zuvor sechs Mitarbeiterinnen ist bis heute nur eine geblieben. Viele wollten sich in der Branche selbstständig machen, erzählt Kassner.

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Fachpersonal ist nur schwer zu finden

„Ich habe schon alle Register gezogen. Ich habe mich mit dem Job-Center und mit der Agentur für Arbeit in Verbindung gesetzt. Seit drei Jahren gibt es eine Stellenanzeige auf unserer Homepage“, erzählt Renata Kassner.

Einige Vorstellungsgespräche habe sie geführt. Am Ende scheitert es allerdings an der Flexibilität der Mitarbeiterinnen. „Wir haben vor allem Stammkunden. Ihnen geben wir auch die Möglichkeit, einen Termin zu verschieben. Da kann es auch schon mal sein, dass man abends eine Stunde länger hier ist“, sagt Kassner.

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12 bis 14 Kundinnen täglich im Kosmetikhaus

Die 49-Jährige, die auch Fortbildungen gibt, deckt nach eigenen Angaben alle Bereiche der Kosmetikbehandlungen ab: Anti-Aging-Therapie, Akne-Behandlung, Haarentfernung, Make-up, Maniküre und Pediküre.

12 bis 14 Kundinnen habe sie täglich, erzählt Kassner. Sie sollen ab Februar 2020 in ihr neues, kleineres Geschäft kommen. „Ich bin schon traurig, dass wir das hier aufgeben. Hier steckt viel Herzblut drin“, sagt Kassner, die sich mit ihrer Angestellten auch um die Reinigung des großen Geschäfts kümmert.

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