Kopfschütteln über Passanten, die die Absperrungen der Feuerwehr einfach ignorieren

Einsatzort Klosterstraße

Die Feuerwehr konnte bei ihrem nächtlichen Einsatz nur eines tun: Menschen vor Gefahren schützen. Wenn Passanten über Absperrungen klettern, ist das allerdings schwierig.

21.08.2019, 17:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kopfschütteln über Passanten, die die Absperrungen der Feuerwehr einfach ignorieren

Was sollten Fußgänger tun, wenn ihnen eine solche Absperrung begegnet? Die Feuerwehr sieht sich gezwungen, das zu erklären. © Raulf

„Feuerwehr Sperrzone“: Die Aufschrift auf weiß-rotem Flatterband ist eigentlich recht eindeutig. Trotzdem wurde die Absperrung am einsturzgefährdeten Haus an der Klosterstraße am Mittwoch von zahlreichen Menschen ignoriert. Es herrscht mitunter reger Fußgängerverkehr im Klosterviertel, und so sah sich mancher gezwungen, vom gewohnten Weg zwischen Schulstraße und Klosterstraße abzuweichen. Die Feuerwehr hatte den Bereich rund um das Problemhaus mit Flatterband gesperrt. Es bestand akute Einsturzgefahr, und es sollte kein Mensch zu Schaden kommen.

Bauarbeiter warnen Passanten vergeblich

„Wieso soll ich hier nicht hergehen?“, fragte ein Passant am Mittwochvormittag, während er sich kurz unter dem Flatterband hindurchduckte, um direkt am Haus vorbei zu spazieren. Mitarbeiter der Schilderbaufirma Merten, die gerade mit Verkehrszeichen den Sicherungsbereich markierten, sahen sich gezwungen, die Fußgänger laut auf ihr gefährliches Fehlverhalten hinzuweisen: „Sie dürfen da nicht hergehen. Einsturzgefahr!“

Feuerwehr: Nicht nachvollziehbar

Diese Ignoranz, die viele Passanten an den Tag legen, ist Olaf Weischenberg nicht unbekannt. Der stellvertretende Wehrleiter und seine Kollegen von der Unnaer Feuerwehr müssen regelmäßig Gefahrenbereiche absperren, damit keine Unbeteiligten verletzt werden oder die Arbeit der Feuerwehr behindern. Und immer wieder würden diese Absperrungen ignoriert, so Weischenberg. „Das ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar“, sagt der Feuerwehrmann. „Es wundert mich, welche Gedanken manche Menschen mit sich herumtragen.“

Eigentlich reicht Menschenverstand

Absperrungen in Signalfarben kennzeichneten Gefahrenbereiche. Gesunder Menschenverstand müsste eigentlich jeden dazu verleiten, darum herum zu gehen. Genauso bei Blaulichteinsätzen. Steht ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht an einer Straße, müsse jederzeit damit gerechnet werden, dass ein Feuerwehrmann davor oder dahinter hervortritt, erklärt Weischenberg. Autofahrer sollten in solchen Fällen besonders aufmerksam sein und höchstens mit Schrittgeschwindigkeit an der Einsatzstelle vorbeifahren. Dieses Bewusstsein sei aber „wohl nicht so ausgeprägt in unserer Gesellschaft“, so Weischenberg.

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