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Kopfhörer im Straßenverkehr: Eine gefährliche Ablenkung

Das nordrhein-westfälische Innenministerium warnt davor, sich mit Kopfhörern im Straßenverkehr zu bewegen. „Wer im Straßenverkehr über Kopf- oder Ohrhörer laut Musik hört oder telefoniert, handelt unverantwortlich, egal ob als Fußgänger, Rad- oder Autofahrer“, sagte ein Sprecher des Ministeriums zum Tag gegen Lärm am 24. April. Warnsignale wie hupende Autos oder das Bimmeln der Straßenbahn würden so oft zu spät gehört. Der internationale Aktionstag am Mittwoch soll auf die Ursachen von Lärm und seine Wirkungen aufmerksam machen.

24.04.2019 / Lesedauer: 2 min
Kopfhörer im Straßenverkehr: Eine gefährliche Ablenkung

Eine junge Frau hört über einen Kopfhörer Musik. Foto: Martin Gerten/Archivbild

Ende März war ein 20-Jähriger in Wesel von einem ICE erfasst worden und gestorben. Laut Polizei sagten damals mehrere Zeugen übereinstimmend aus, dass der junge Mann Kopfhörer getragen habe. Bei wie vielen Unfällen die Beteiligten durch Kopfhörer abgelenkt werden, sei statistisch nicht erfasst, sagte der Sprecher des NRW-Innenministeriums. Grundsätzlich sei in Deutschland das Tragen von Kopfhörern erst dann verboten, wenn man dadurch die Umgebungsgeräusche nicht mehr höre. Bei Unfällen müssten Betroffene mit Bußgeldern und Problemen mit den Versicherungen rechnen.

Für ein generelles Kopfhörer-Verbot im Straßenverkehr ist der Musikwissenschaftler Günther Rötter von der Universität Dortmund. „Man weiß eben nicht, wann es zu viel ist. Deshalb ist eine absolute Grenze besser“, sagte Rötter. Ein Verbot ist laut Julia Fohmann vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat schwer jedoch umsetzbar. „Am Ende hängt es an der Aufklärung“, so Fohmann.

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