Kohleverstromer Steag setzt auf Sonne über Sizilien

Der Essener Steinkohleverstromer Steag will auf der Mittelmeerinsel Insel Sizilien sechs Solarparks mit einer Gesamtleistung von bis zu 440 Megawatt bauen. Die Steag-Tochter Solar Energy Solutions (Sens) habe dazu mit dem Investment-Unternehmen KGAL eine entsprechende Vereinbarung geschlossen, teilte Steag am Montag mit.

09.12.2019, 15:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Anlagen deckten rechnerisch den Strombedarf von mehr als 350 000 Haushalten. Der Baustart des ersten Abschnitts ist für Ende 2020 geplant. Alle Parks sollen bis Ende 2021 über ein neues Umspannwerk an das Netz des italienischen Netzbetreibers Terna angeschlossen werden. Es handele sich um das vom Volumen her größte Projekt von Sens.

Steag steht auf dem heimischen Markt unter Druck. Die Stromproduktion aus Steinkohle ist rückläufig, eine Entwicklung, die durch den geplanten Kohleausstieg beschleunigt werden dürfte. Die Essener suchen deshalb andere Geschäftsfelder. Sie hatten dazu Sens erst zum 1. Juli 2019 übernommen. Steag gehört mehreren Ruhrgebietsstädten und ist einer der größten konventionellen Stromerzeuger in Deutschland.

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