Köln-Training ohne Kostüme: „Unserer Lage angemessen“

Trotz des Auftakts der Karnevalssession haben die Fußball-Profis des 1. FC Köln auf das übliche Training in Kostümen verzichtet. Zu ernst ist die sportliche Lage beim rheinischen Bundesligisten rund um das Geißbockheim. „Das kam aus der Mannschaft. Da musste keiner drauf hinweisen, dass nicht der Tag ist, um hier ein Karnevalstraining abzuhalten. Auch wenn es ein richtig gutes Kulturgut ist in unserer Stadt. Aber ich denke, es ist unserer Lage angemessen, darauf zu verzichten“, sagte der mit der Trainersuche beim FC betraute Frank Aehlig. „Es wäre nicht das richtige Signal, wenn wir hier einen auf gute Laune und Alaaf machen würden.“

11.11.2019, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Köln-Training ohne Kostüme: „Unserer Lage angemessen“

Frank Aehlig steht am Spielfeldrand. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Zwei Tage nach der Trennung von Chefcoach Achim Beierlorzer leiteten wie geplant die bisherigen Assistenten André Pawlak und Manfred Schmid die Übungseinheit. Beide mochten zur Situation nichts sagen. Die Stimmung bei den Spielern war eher gedrückt und nachdenklich.

Namen von öffentlich gehandelten Trainer-Kandidaten mochte Aehlig, kommissarischer Nachfolger von Ex-Sportdirektor Armin Veh, nicht kommentieren. Klar ist aber, dass es eine externe Lösung gibt und Fußball-Lehrer wie Pal Dardai oder Tayfun Korkut denkbar sind. „Der Markt ist nicht riesengroß und unüberschaubar. Deswegen bin ich mit allen Namen völlig fein, die jetzt gespielt werden. Das sind logischerweise Leute, die über hinreichend Qualifikationen verfügen, so ein Amt auszuüben“, sagte Aehlig. Er betonte, dass der FC-Vorstand parallel dazu nach einem neuen Sportchef fahndet.

Noch ist der FC in der Sondierungsphase. Gespräche habe er „noch gar keine geführt“, sagte Aehlig: „Ich habe mich damit beschäftigt, Verfügbarkeiten und Bereitschaften abzuklopfen. Die Gesprächsphase wird dann beginnen, wenn dieser erste Schritt abgeklärt ist.“

Die Kölner haben durch die Länderspielpause ein wenig mehr Zeit, dennoch soll im Vorfeld der nächsten Partie am 23. November möglichst eine Lösung her. „Es wäre schön, wenn wir der Mannschaft einen neuen Cheftrainer in die Vorbereitung auf das Leipzig-Spiel mit auf den Weg geben könnten. Wenn er sich nicht realisieren lässt, ist es auch möglich, dass wir Interimslösungen finden müssen.“

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