Kliniken gegen Untergrenzen für Personal: Brief an Spahn

Kliniken aus Dortmund und Umgebung haben vor Versorgungsengpässen für Patienten gewarnt, wenn es zu einer geplanten Pflegepersonal-Untergrenze komme. In einem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kritisierten fünf Krankenhäuser dessen Verordnung, die für Pflegepersonal ab 1. Januar 2019 verbindliche Mindestgrenzen vorsieht, unter anderem in der Intensivpflege. Die Regelung differenziere nicht nach dem tatsächlich benötigten Behandlungsaufwand, sie solle ausgesetzt und überarbeitet werden.

02.11.2018, 12:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kliniken gegen Untergrenzen für Personal: Brief an Spahn

Jens Spahn (CDU) spricht. Foto: Carsten Rehder/Archiv

„Wir begrüßen alle Möglichkeiten zur Schaffung einer besseren Besetzung im Pflegedienst der Krankenhäuser“, heißt es dem Schreiben der Kliniken. Starre Personalvorgaben gingen aber an der Versorgungswirklichkeit in den Krankenhäusern vorbei. So werde allen Intensivstationen derselbe Personalschlüssel verordnet, unabhängig von der Größe der Häuser und ihrem unterschiedlichen realen Bedarf. Zudem sei der Arbeitsmarkt leer gefegt.

Angesichts des akuten Personalmangels in den Kliniken will der CDU-Minister in wichtigen Abteilungen eine feste Untergrenze für Pflegekräfte durchsetzen. Sie soll für Intensivstationen sowie Abteilungen für Kardiologie, Geriatrie und Unfallchirurgie gelten. Den Brief haben die Katholische St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund, die Lukas-Gesellschaft Dortmund-Castrop-Rauxel, das Klinikum Dortmund, das Hüttenhospital Dortmund und das St.-Marien Krankenhaus Lünen/Werne unterzeichnet.

Weitere Meldungen
Meistgelesen