XXL-Klima-Demos in NRW am internationalen Aktionstag

Fridays for Future will diesmal besonderen Druck machen. Denn am Freitag geht es im Bundesrat ums Klimapaket der Bundesregierung. Völlig unzureichend, finden die Aktivisten. Und ab Montag ist Weltklimakonferenz.

27.11.2019, 06:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zehntausende junge Leute wollen an diesem Freitag in Großdemonstrationen lautstark gegen das Klimapaket der Bundesregierung protestieren. Die Maßnahmen seien völlig unzureichend, es handele sich um eine „politische Bankrotterklärung“, kritisierten FfF-Aktivisten im Vorfeld. Das Klimapaket, das am Freitag im Bundesrat beraten wird, müsse grundlegend überarbeitet werden, forderte auch ein FfF-Sprecher in Dortmund. Man erwarte in der Ruhrgebietsstadt mehr als 6000 Teilnehmer.

In Köln hat FfF sogar eine Aktion mit rund 20 000 Demonstranten angemeldet. Die Teilnehmer wollen über mehrere Stunden durch die Innenstadt ziehen und vor der UN-Klimakonferenz ab kommenden Montag in Madrid besonderen Druck machen.

Es werde immer wichtiger, lauter für konsequenten Klimaschutz einzutreten, betonte Schüler Sebastian Schick von der Aachener Ortsgruppe. Die Politik ignoriere die Anliegen der Bewegung, obwohl nun schon seit zehn Monaten freitags demonstriert werde.

In Bielefeld soll es einen Demo-Zug geben und parallel dazu eine große Fahrraddemo. Ziel des Streiks sei es, in der ganzen Stadt Präsenz zu zeigen und einen Tag lang eine möglichst autofreie Stadt zu schaffen. „Wir leben im Wohlstand durch Ausbeutung des Planeten und auf Kosten aller zukünftigen Generationen“, kritisierte ein Sprecher. Klimaschutz müsse international, national, aber auch auf lokaler Ebene energischer betrieben werden.

Im Zuge des vierten internationalen Klima-Aktionstags werden Proteste in mehr als deutschen 500 Städten erwartet, hieß es bei FfF. Weltweit seien Aktionen in 150 Ländern in Planung. Es brauche dringend einen Neustart in der Klimapolitik. „Die Klimakrise ist eine reale Bedrohung für die menschliche Zivilisation - die Bewältigung der Klimakrise ist die Hauptaufgabe des 21. Jahrhunderts“, unterstrichen die Aktivisten.

In Nordrhein-Westfalen wollen die überwiegend jungen Leute in zahlreichen Städten demonstrieren. Streiks sind angekündigt auch etwa in Bonn, Leverkusen, Duisburg, Bochum, Essen, Mönchengladbach, Gelsenkirchen, in Recklinghausen, Krefeld, Wuppertal oder Paderborn. In Düsseldorf wollen die Streikenden ihre Forderungen lautstark vor dem Landtag vortragen.

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