Klempner arbeitet für alte und kranke Menschen - ohne Bezahlung

Selbstloser Helfer

James Anderson hilft gerne Menschen. Deswegen repariert der Klempner bei Alten und Kranken regelmäßig Heizungen, ohne dafür eine Bezahlung zu verlangen. In Burnley ist er mittlerweile bekannt.

Burnley

12.12.2019, 18:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Klempner arbeitet für alte und kranke Menschen - ohne Bezahlung

Heizungsreparaturen können richtig teuer werden. James Anderson weiß das nur zu gut. Der Klempner verzichtet darauf, Geld von alten und kranken Menschen zu nehmen, die sich diesen Service nicht leisten könnten. © dpa

Ein Klempner aus Burnley in Großbritannien lässt derzeit die Herzen vieler Menschen schmelzen – er wird regelrecht als Held gefeiert. Hintergrund: Der 52-Jährige arbeitet für bedürftige Menschen, repariert ihnen den Boiler oder die Heizung – ohne dass er Geld dafür verlangt, berichtet das Magazin „Metro“.

Bekannt wurde Anderson, weil er die Rechnung einer 91 Jahre alten und an Leukämie erkrankten Frau online stellte, die über null britische Pfund ausgestellt war. „Für diese Dame wird unter keinen Umständen eine Gebühr erhoben. Wir werden rund um die Uhr für sie da sein, damit sie sich so wohl wie möglich fühlt“, begründete er sein Handeln.

Mit den zahlreichen positiven Reaktionen auf den Beitrag hatte der fünffache Vater nicht gerechnet. „Wir haben das einfach nicht erwartet“, sagte Anderson gegenüber „Metro“.

Anderson gründet gemeinnütziges Unternehmen

Als er dann mitbekam, wie ein älterer Mann von einem Handwerker übers Ohr gehauen wurde, habe ihn das dazu angeregt, seinen richtigen Job aufzugeben. Er sammelte Spenden auf der Plattform GofundMe und gründete das Projekt „Depher cic“. Darüber sucht er andere Handwerker, die ihre Fähigkeiten ebenfalls kostenlos für Bedürftige einsetzen.

Nach eigenen Angaben hat er dadurch bereits Tausenden Menschen in Not geholfen. Auf seinem Instagram-Account finden sich mittlerweile Hunderte Fotos, auf denen Menschen ihre Null-Pfund-Rechnung in die Kamera halten und über beide Ohren dankbar strahlen.

Seit 2017 arbeitet Anderson inzwischen im Winter kostenlos oder kostengünstig für bedürftige Menschen. Dadurch habe er allerdings Schulden von rund 8000 Pfund angehäuft. „Für mich sind Schulden Schulden … Ich schulde lieber jemandem etwas Geld und eine andere Person ist am Leben, glücklich und sicher“, sagt er.

Für ihn sei es eine Selbstverständlichkeit, den Menschen zu helfen. „Ich möchte nicht, dass jemand, der in diesem Land alt oder beeinträchtigt ist, in einem kalten Zuhause lebt oder stirbt, nur weil die finanziellen Mittel fehlen, um den Heizkessel zu reparieren.“

RND/ce