Kleine-Frauns tritt erneut zur Bürgermeister-Wahl in Lünen an - aber nicht für die GFL

Kommunalwahl 2020

Die Kommunalwahl 2020 rückt näher - und damit auch die Frage nach den Kandidaten. Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns wird wieder auf dem Wahlzettel stehen - aber nicht mehr für die GFL.

Lünen

, 23.01.2020, 16:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kleine-Frauns tritt erneut zur Bürgermeister-Wahl in Lünen an - aber nicht für die GFL

Prof. Johannes Hofnagel (r.), Vorsitzender der GFL-Fraktion, gratulierte seinem Parteifreund, dem neuen Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns, 2015. 2020 tritt Kleine-Frauns nicht mehr für die GFL an. © Günther Goldstein

2015 hatte Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns noch für die Wählergemeinschaft Gemeinsam für Lünen (GFL) kandidiert - und gewonnen. Er löste den langjährigen Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick auf der neunten Etage des Rathauses ab.

Dass er 2020 erneut kandidieren wollte, hatte er im Gespräch mit dieser Zeitung schon 2019 verraten. In einer gemeinsamen Pressemitteilung mit der GFL machte er am Donnerstag (23.1.) klar: Er wird aus dem Amt heraus, und nicht mehr für die GFL kandidieren.

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Ein amtierender Bürgermeister kann sich ohne ein Nominierungsverfahren über Wählergruppen oder ohne sogenannte Unterstützungsunterschriften selbst vorschlagen. „Von dieser Möglichkeit machen immer mehr Bürgermeister in Nordrhein-Westfalen Gebrauch“, so Kleine-Frauns.

Und warum nicht mehr für die GFL? Bei seinen Aufgaben als Vorsitzender des Rates sei ihm sehr wichtig, mit allen zusammenzuarbeiten, denen es um die Interessen der Stadt gehe. Denn, so Kleine-Frauns: „Ein Bürgermeister ist nicht dafür zuständig, ein einzelnes Parteiprogramm umzusetzen. Er versucht, die Interessen aller Bürgerinnen und Bürger im Blick zu haben.“ Politisch sehe er sich insofern als Mittler zwischen den Positionen der Fraktionen. Eine nominelle Bindung an eine Wählergemeinschaft oder Partei belaste seiner Ansicht nach die dafür erforderliche Gesprächsbereitschaft.

Die Mitgliederversammlung habe diese Entscheidung akzeptiert, heißt es in der Mitteilung weiter. „Die Wählergemeinschaft wird mit klaren Zielen in den Wahlkampf um Sitze im Stadtrat und Kreistag ziehen“, wird GFL-Chef Johannes Hofnagel zitiert.

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Das heißt auch: Die GFL wird keinen eigenen Bürgermeister-Kandidaten aufstellen. Das bestätigt GFL-Fraktions-Sprecher Alexander Ebert auf Anfrage. „Es gibt keinen Zwist, keinen Ärger“, sagt er, „das war alles einvernehmlich“. Die Wählergemeinschaft respektiere diese Entscheidung, habe keine Wahlempfehlung offiziell beschlossen, „aber es ist klar, dass wir von den Kandidaten Herrn Kleine-Frauns unterstützen“. Hofnagel bestätigt diese Aussage.

Am 13. September werden die Lüner zur Kommunalwahl an die Urnen gerufen. Neben Kleine-Frauns tritt für den Posten des Bürgermeisters der ehemalige NRW-Arbeitsminister und Landtagsabgeordnete Rainer Schmeltzer an. Nach unseren Informationen will außerdem die CDU ihren Fraktionschef Christoph Tölle aufstellen.

Anmerkung der Redaktion: In einer vorherigen Version hieß es lediglich, die GFL gebe keine Wahlempfehlung ab. Das haben wir korrigiert und ergänzt.

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