Kitesurferin rannte Mann um: 6500 Euro Schmerzensgeld

Eine Kitesurferin soll einem Spaziergänger Schmerzensgeld zahlen, weil sie ihn im vergangenen Jahr beim Start auf einer Uferwiese am IJsselmeer umgestoßen hat. Der Mann erlitt dabei einen Unterschenkelbruch. Das Landgericht Köln begründete seine Entscheidung damit, dass die Surferin eine Gefährdung anderer hätte ausschließen müssen. Sie wurde zur Zahlung von 6500 Euro Schmerzensgeld verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, wie das Landgericht am Freitag mitteilte.

30.08.2019, 13:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kitesurferin rannte Mann um: 6500 Euro Schmerzensgeld

Justitia mit Sonne und Taube. Foto: Arne Dedert/Archivbild

Zu dem Zusammenprall war es im Oktober 2017 bei kräftigem Wind auf einer Wiese direkt am Ijsselmeerufer im holländischen Hindeloopen gekommen. Die an ihrem Lenkdrachen hängende Frau hatte den Spaziergänger nach dessen Darstellung so heftig umgestoßen, dass er mehrere Meter durch die Luft flog. Der Mann forderte Schmerzensgeld und die Übernahme der Behandlungskosten.

Vergeblich verwies die Frau auf Schilder, die die Wiese als Start- und Landezone für Kitesurfer auswiesen. Dem Landgericht Köln reichte das nicht, da es kein Aufenthaltsverbot für die Wiese gegeben habe. Das Landgericht Köln ist zuständig, weil die Beklagte dort wohnt.

Beim Kitesurfen nutzen die Sportler die Kraft eines Lenkdrachens, die je nach Windstärke erheblich sein kann. Gestartet wird mit einem Starthelfer vom Ufer aus.

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