Kitabeiträge in Lünen: Rat hebt Untergrenze an und beschließt drei neue Einkommensgruppen

Kita und OGS

Der Rat hat die Neuordnung der Elternbeiträge für Kita und Offenen Ganztag beschlossen. Eltern mit niedrigem Einkommen werden entlastet, bei den hohen Einkommen gibt es drei neue Gruppen.

Lünen

, 14.12.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kitabeiträge in Lünen: Rat hebt Untergrenze an und beschließt drei neue Einkommensgruppen

Die Beiträge für Kitas in Lünen werden ab Sommer 2020 neu gestaffelt. © picture alliance / Monika Skolim

Bisher wurden ab einem Haushaltseinkommen von 16.000 Euro Kita- und OGS-Beiträge fällig. Diese Untergrenze hat der Rat nun auf 19.000 Euro angehoben. „Der Verzicht auf Elternbeiträgen in den unteren Einkommensgruppen verbessert die Teilhabemöglichkeiten von Familien mit geringeren Einkünften“, wies die Verwaltung - ihrer Einschätzung nach - auf einen Vorteil der neuen Regelung hin.

Die Obergrenze lag bisher bei einem Jahreseinkommen von 72.000 Euro. Egal, wie viel mehr Eltern verdient haben, der Beitrag blieb stets der gleiche.

Das empfand die Mehrheit der Politik als ungerecht, weshalb der Rat - gegen die Stimmen von CDU und FDP - drei neue Einkommensgruppen einführte. Künftig werden Beiträge gestaffelt nach den Einkommensgruppen 90.000 Euro, 98.000 Euro und ab 108.000 Euro erhoben. „Bei den neuen Einkommensgruppen wird ein zusätzlicher Ertrag von ca. 115.000 Euro erwartet“, so die Verwaltung.

Die neue Regelung tritt mit Beginn des Kita-Jahres 2020/21 in Kraft. Dann könnte auf alle Eltern eine weitere Entlastung zukommen, die im Umkehrschluss allerdings eine neue Belastung für den städtischen Haushalt sein könnte: Die NRW-Landesregierung hat das neue Kita-Gesetz beschlossen, wonach nicht nur das letzte, sondern auch das vorletzte Kita-Jahr für alle Kinder beitragsfrei sein soll.

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