Kirchen kritisieren frühe Weihnachtsmärkte

Weihnachtsmärkte Mitte November, Glühwein bei 15 Grad - manche freuen sich trotzdem dran. Die Kirchen kritisieren dagegen eine Entwertung. Und der November sei vor allem der Monat des Totengedenkens - nicht des Weihnachtenfeierns.

22.11.2018, 08:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kirchen kritisieren frühe Weihnachtsmärkte

Blick auf einen Weihnachtsmarkt in Essen. Foto: Roland Weihrauch/Archiv

Die Kirchen stören sich an den mancherorts besonders frühen Weihnachtsmärkten. „Uns als gläubigen Christen ist es wichtig, bei all der Markttreiberei darauf hinzuweisen, dass Weihnachten nicht irgendeine kulturelle Lichtfeier am Jahresende ist, sondern das Fest der Geburt Jesu“, sagte der Pressesprecher des Bistums Essen, Ulrich Lota, der Deutschen Presse-Agentur. Er habe den Eindruck, viele Menschen spürten, dass der November als der von der Totenerinnerung geprägte Monat für Weihnachtsfeiern zu früh sei. „Gut besucht kommen mir sehr frühe Adventsmärkte jedenfalls nicht vor. Alles hat seine Zeit - und das Leben ist nicht 365 Tage im Jahr nur Party.“

Auch Andreas Duderstedt, Pressesprecher der Evangelischen Kirche von Westfalen, sagte: „Wenn die Adventszeit immer mehr ausgeweitet wird, verliert sie das Besondere. Sie wird alltäglich.“

In den meisten Städten im deutschsprachigen Raum eröffnen die Weihnachtsmärkte erst nach Totensonntag im Laufe der kommenden Woche. In einigen Städten stand der Start aber auch schon an diesem Donnerstag an. Besonders früh ging es dieses Jahr zum Beispiel in Essen los, wo bereits am 16. November die Buden öffneten. Auch der Wiener Weihnachtstraum auf dem Rathausplatz startete schon letzten Freitag.

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