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Kind von Müllwagen überfahren: Prozessbeginn

Der Unfall hatte überregional Bestürzung ausgelöst: Ein kleiner Junge, der mit seinem Fahrrad unterwegs ist, wird von einem Müllwagen überrollt. Der Fahrer steht nun vor Gericht. Laut Anklage hätte er das Kind einen Moment lang im Seitenspiegel sehen können.

22.05.2019 / Lesedauer: 2 min
Kind von Müllwagen überfahren: Prozessbeginn

Der Sitz von Langericht und Amtsgericht in Köln. Foto: Oliver Berg/Archivbild

Vor dem Kölner Amtsgericht beginnt heute ein Prozess gegen einen Müllwagenfahrer, der einen siebenjährigen Jungen überfahren haben soll. Der 38-Jährige ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Er soll das Kind, das mit dem Fahrrad auf dem Gehweg neben der Straße unterwegs war, beim Rechtsabbiegen übersehen haben. Der Junge wurde von den Hinterrädern des Müllautos überrollt. Er starb noch am Unfallort.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, den Tod des Siebenjährigen durch Unachtsamkeit verursacht zu haben. Der Unfall sei vermeidbar gewesen, da das Kind vor der Kollision für einen Zeitraum von etwa drei Sekunden im Seitenspiegel des Lkw erkennbar gewesen sei.

Der Unfall vom 28. Mai 2018 hatte überregional für Bestürzung gesorgt und die Diskussion um den Einbau von Abbiege-Assistenten in Lkw neu entfacht. Das Gericht hat elf Zeugen geladen, darunter einen Sachverständigen. Das Urteil wird voraussichtlich noch am Mittwoch gesprochen.

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