Karnevalsbands bringen Klimaprotest zum Schunkeln

Bei der großen Klimademo in Köln haben sich Karnevalsbands demonstrativ hinter den Protest der Bewegung Fridays for Future gestellt - und sie zum Schunkeln gebracht. „Diese Bewegung ist seit einem knappen Jahr unterwegs - und wir befürchten, dass das auch noch ein bisschen dauern wird, bis es überall angekommen ist“, sagte Sänger Bastian Campmann von der Band Kasalla am Freitag vor Tausenden Demonstranten. Umso wichtiger sei es, dass sie immer weitermache. „Bleibt standhaft! Bleibt laut!“, forderte er.

29.11.2019, 13:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auch Musiker anderer Kölschbands traten auf der Bühne auf - von Brings, Höhner, Bläck Fööss und Cat Ballou. Mit Klassikern wie „En unserem Veedel“ (hochdeutsch: „In unserem Viertel“), bei dem jedem echten Kölner in der Regel warm ums Herz wird, wurde den Demonstranten eingeheizt. Viele von ihnen schunkelten, während sie Schilder mit Sprüchen wie „Advent, Advent, die Erde brennt“ in die Luft hielten. Klimaprotest traf auf Karneval.

Das politische Engagement der Bands hat in Köln eine gewisse Tradition. 1992 waren Musiker und rund 100 000 Menschen auf dem Kölner Chlodwigplatz zusammengekommen, um unter dem Motto „Arsch huh - Zäng ussenander!“ (Arsch hoch, Zähne auseinander!) gegen rassistische Gewalttaten zu demonstrieren. Die Musiker-Vereinigung „Arsch huh“ ist bis heute aktiv - und machte nun auch bei der Klimademo mit.

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