Karnevalsauftakt: Hoppeditz stichelt gegen Umweltspur

Nach monatelangem Tiefschlaf ist zum Karnevalsbeginn in Düsseldorf der Hoppeditz erwacht. Der Obernarr düste am Montag mit einem E-Scooter zu seinem Senftopf vor dem Rathaus und begann seine Rede passend zum Thema Umweltspuren und Stau mit einigen Minuten Verspätung. Karnevalist Tom Bauer verkündete in seiner Rolle als Hoppeditz, er fahre jetzt meistens mit dem elektrischen Tretroller: „Ich nutze den Gehweg als Rennstrecke nur. Das ist meine eigene Umweltspur.“

11.11.2019, 13:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Karnevalsauftakt: Hoppeditz stichelt gegen Umweltspur

Die Düsseldorfer Karnevalsfigur Hoppeditz spricht am Rathaus vor dem Jan-Wellem-Reiterdenkmal. Foto: Federico Gambarini/dpa

Applaus aus der Menge bekam Bauer während seiner traditionell gereimten Rede für ausführlichen Spott über die „bekloppte“ Umweltspur in der Stadt. Wegen der Sonderfahrbahn für Busse, Taxis, und Fahrräder staut sich der Verkehr an Werktagen kilometerlang. Der Vorschlag des Hoppeditz: Ein dritter Mann zum Mieten - denn Fahrgemeinschaften dürfen die Umweltspur benutzen.

Auch die „Fridays for Future“-Demonstranten bekamen ihr Fett weg: „Ich bin ja froh, sag ich mal gewiss, dass heut Montag und nicht Freitag is - sonst hätten wir vielleicht, das wär unerhört
hier die Thunberg-Jünger beim Nix-Lernen gestört.“ Gegen die Demos habe er nichts, so der Hoppeditz, „doch nicht am Freitag wie ich find. Ja, da sollt lernen jedes Kind.“

Eine halbe Stunde lang trug Hoppeditz Bauer vor mehreren Tausend Jecken seinen Spott in Reimen vor. Erstmals seit Jahren revanchierte sich Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) mit einer gereimten Gegenrede. Düsseldorf feiert seine Session unter dem Motto „Unser Rad schlägt um die Welt“.

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