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Kanzlerin macht sich für bessere Löhne in der Pflege stark

Mit einer flächendeckend guten Bezahlung von Pflegekräften will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Beruf attraktiver machen. „Es gibt ganz unterschiedlich getragene Einrichtungen und für alle gilt: Die Menschen, die dort arbeiten, müssen gut bezahlt werden, damit die Menschen, die dort leben, auch gute Pflege bekommen“, sagte Merkel am Montag nach dem Besuch einer Altenpflegeeinrichtung in Paderborn.

16.07.2018
Kanzlerin macht sich für bessere Löhne in der Pflege stark

Bundeskanzlerin Angela Merkel sitzt neben Ferdi Cebi (r.) mit Bewohnern der Altenhilfe vom St. Johannesstift an einem Tisch. Foto: Ina Fassbender

Um den Fachkräftemangel in der Pflege zu bekämpfen, müsse der Beruf attraktiver gemacht werden - durch vernünftige Arbeitszeiten und eine angemessene Bezahlung unabhängig davon, in welcher Trägerschaft sich das Heim befinde, unterstrich die Kanzlerin beim Kaffeetrinken mit Pflegebedürftigen und Pflegekräften. Ob in der Pflege Tariflöhne gezahlt werden oder nicht, hängt oft davon ab, wer die Einrichtung betreibt. „Wenn jemand jeden Tag mit Menschen arbeitet, warum sollte derjenige oder diejenige dann nicht genauso gut verdienen oder etwas mehr wie jemand, der in einer Bank arbeitet oder an einer Maschine arbeitet“, sagte Merkel.

Schon jetzt sind in der Alten- und Krankenpflege deutschlandweit mehr als 25 000 Fachkraftstellen nicht besetzt. Zudem fehlen rund 10 000 Hilfskräfte. Mit dem Besuch im evangelischen Altenheim St. Johannisstift löste die CDU-Vorsitzende eine Wahlkampfzusage ein. In der ZDF-Wahlsendung „Klartext, Frau Merkel“ hatte der in dem Heim tätige Altenpfleger Ferdi Cebi die Arbeitsbedingungen in der Pflege kritisiert und die Kanzlerin eingeladen, sich persönlich ein Bild zu machen.

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