Kampf gegen unerlaubte Handys in Gefängnissen

Die Justiz will stärker gegen unerlaubte Handys in den Gefängnissen in Nordrhein-Westfalen vorgehen. In den Haushaltsjahren 2018 und 2019 will die Landesregierung 300 zusätzliche mobile Detektionsgeräte beschaffen, mit denen verbotene Handys in den Justizvollzugsanstalten aufgespürt werden können. Das geht aus einem Bericht des NRW-Justizministeriums für die am Mittwoch anstehende Sitzung des Rechtsausschusses des Landtags hervor.

06.11.2018, 13:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kampf gegen unerlaubte Handys in Gefängnissen

Hinter einem Zaun und Stacheldraht sind Fenster der Justizvollzugsanstalt (JVA) Köln-Ossendorf zu sehen. Foto: Marius Becker/Archiv

Mit den neuen Geräten soll vor allem der Rauschgiftschmuggel mit Hilfe von Handys und Smartphones bekämpft werden. Bei unüberwachten Telefonaten bestehe die Gefahr, dass etwa aus der Untersuchungshaft heraus Straftaten verdunkelt, Zeugen unter Druck oder Drogen gehandelt werden könnten.

Als Mittel gegen verbotenes Telefonieren im Knast kämen auch Handystörsender in Frage, hieß es weiter. 2015 sei ein Modellversuch im größten Gefängnis des Landes in Köln gestartet worden. Allerdings habe man die Störsender wegen der immensen Kosten in Millionenhöhe nicht installiert.

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