Kabinett bereitet Dürre-Hilfen für NRW vor

Die versprochenen Dürre-Hilfen für hitzegeschädigte Landwirtschaftsbetriebe des Sommers 2018 rücken näher. Das Kabinett habe am Dienstag einer Verwaltungsvereinbarung zugestimmt, die finanzielle Hilfen für in Not geratene Betriebe erlaube, teilte NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) mit.

09.10.2018, 17:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kabinett bereitet Dürre-Hilfen für NRW vor

Nordrhein-Westfalen, Dortmund: Vertrocknete Maispflanzen stehen auf einem Feld. Foto: Ina Fassbender/Archiv

Als Einkommensobergrenze für die Hilfe gelten 120 000 Euro bei Ehe- oder Lebenspartnern beziehungsweise 90 000 Euro bei Ledigen. Voraussetzung ist außerdem, dass sich die Dürreschäden auf mehr als 30 Prozent der durchschnittlichen Jahreserzeugung aus der Bodenproduktion belaufen. Schäden können zu maximal 50 Prozent ausgeglichen werden. Die Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden. Auch außerlandwirtschaftliches Einkommen und Privatvermögen würden bei der Prüfung der Existenzgefährdung einbezogen, erläuterte die Ministerin.

Anträge auf Dürrebeihilfe könnten voraussichtlich zwischen Ende Oktober und Ende November bei den Kreisstellen der Landwirtschaftskammer NRW gestellt werden. Schon jetzt können sich Landwirte dafür bei den Kreisstellen registrieren lassen und bekommen dann Antragsunterlagen zugeschickt, sobald diese vorliegen.

Das Bundesagrarministerium hatte im Sommer grünes Licht für die ersten staatlichen Dürre-Hilfen seit 2003 gegeben. Die bundesweit vorgesehenen 340 Millionen Euro werden zur Hälfte von Bund und Ländern getragen. Im Sommer hatte NRW bereits verschiedene Erleichterungen für betroffene Betriebe beschlossen.

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