Jung, zielstrebig, politisch engagiert. Junge Ratsmitglieder unter 30 - wie Martin Cyperski (CDU, 22 Jahre) und Dörte Osterschulze (SPD, 28), die im Werner Rat sitzen, sind eine Rarität.

Werne

, 19.11.2018, 11:50 Uhr / Lesedauer: 10 min

Männer im Alter zwischen 56 und 70 Jahren sitzen überwiegend in den Stadträten von Nordrhein-Westfalen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die die WDR Lokalzeit unter den heimischen Politikern durchgeführt hat. Demnach sind junge Politiker, die nach 1978 geboren wurden, also 40 Jahre oder jünger sind, deutlich unterrepräsentiert (11 Prozent der Befragten).

In Werne sitzen zwei Politiker im Stadtrat, die sogar jünger als 30 Jahre alt sind. Über ihre Intention, sich zu engagieren, über den Spagat zum Beruf und Chancen für junge Politiker sprachen Martin Cyperski (CDU, 22 Jahre) und Dörte Oesterschulze (SPD, 28 Jahre) im Interview.

Nicht nur zusehen, sondern mit anpacken

Martin Cyperski und Dörte Oesterschulze sind Exoten im Werner Stadtrat. Sie sind jünger als 30 und engagieren sich schon seit Jahren in der Kommunalpolitik. Cyperski war mit 14 Jahren in der Jungen Union, mit 16 Jahren CDU-Mitglied. Mit 18 Jahren – in diesem Alter ist es gesetzlich erlaubt – saß er im Stadtrat. Dörte Oesterschulze ist durch ihre Mutter Jutta Rogalla-Oesterschulze zur SPD gekommen. Erst war sie bei den Jusos aktiv, 2006 trat sie dann mit 16 Jahren in die SPD ein. 2014 wurde sie in den Stadtrat gewählt. Heute sind beide Nachwuchspolitiker berufstätig. Martin Cyperski macht eine Ausbildung zum Stadtinspektor-Anwärter, Dörte Oesterschulze ist Zahnärztin.

Beide Ratsmitglieder möchten nicht nur zusehen, sondern mit anpacken in ihrer Stadt. Unabhängig voneinander haben wir beiden Politikern dieselben Fragen gestellt – über ihr Engagement, die Chancen für junge Politiker und das Koordinieren von Beruf und Ehrenamt.


Sie sind noch sehr jung. Bei anderen Menschen in Ihrem Alter herrscht teilweise eine Politikverdrossenheit. Wie sind Sie selbst zur Politik gekommen?

Martin Cyperski: Ich war nicht der klassische Jugendliche. Ich war nicht der Typ, der Fußball gespielt hat. Ich wollte immer schon etwas Soziales machen. Mich haben auch eher Themen bewegt, bei denen ich etwas mitbewegen kann. Dementsprechend war mir auch ein Ehrenamt wichtig, um etwas für die Bevölkerung zu tun. Dann habe ich mich eben schlau gemacht. Ich habe mich im Bekanntenkreis umgehört. Eine Dame, die Mitglied in der CDU ist, hat mich auf die Junge Union aufmerksam gemacht. Mit wenig Erwartung bin ich dann in die Partei eingetreten. Und da habe ich einige Veranstaltungen mitgemacht. Das hat mir so viel Spaß gemacht und mich so inspiriert, dass ich immer mehr wollte. Anschließend bin ich übergreifend schnell in die CDU gekommen und bin dort schnell in den Vorstand gewählt worden. Heute bin ich stellvertretender Geschäftsführer hinter Markus Rusche. So wächst man dann an seinen Aufgaben.

Dörte Oesterschulze: Ich bin da ein bisschen reingeschoben worden. Meine Mutter ist ja auch mit im Stadtrat und war stellvertretende Bürgermeisterin. Zu Hause am Küchentisch waren die Diskussionen über Politik natürlich da. Und dann bin ich irgendwann mitgekommen. Dann war ich erst bei den Jusos und bin irgendwann eingetreten. 2016 bin ich für zehn Jahre Mitgliedschaft geehrt worden. Also ich bin eigentlich kein junges Mitglied mehr, sondern ziemlich lange in der Partei. Ich habe aber auch immer festgestellt, dass es mich sehr interessiert, und dass ich gern über Politik diskutiere. Soziales Engagement ist mir auch wichtig. Irgendwie war das vorprogrammiert, dass ich auch in die Politik gehe. Gerade auf der kommunalen Ebene kann man noch mitgestalten.


Warum möchten Sie sich auf diese Weise engagieren?

Cyperski: Für mich war es erst einmal wichtig, überhaupt etwas zu tun. Ich bin generell ein hilfsbereiter Mensch, der nicht gern über Dinge hinwegschaut, sondern Dinge anpackt. Da geht es auch darum – wie es eben in der Demokratie ist – auch über Dinge zu sprechen, die vielleicht nicht so nett sind. Dinge, über die man nicht wegschauen darf. Warum also nicht als Organ der Stadt tätig sein und das Wohl der Menschen und das allgemeine Wohlbefinden fördern? Es ist schön, dass man Entscheidungen als junger Mensch mittragen kann und etwas bewegen kann. Da weiß man auch, wenn es schief läuft, dann bist du auch selbst mehr oder weniger dafür verantwortlich.

Oesterschulze: Es ist zeitintensiv, aber es wichtig, sich in der heutigen Zeit zu engagieren. Man sollte gerade Leuten in unserem Alter, die vielleicht politikverdrossen sind und sich nicht so engagieren wollen, zeigen, dass es geht und dass es vielleicht gar nicht so abgehoben ist wie es vielleicht klingt. Das ist gerade in der Kommunalpolitik schön. Wir kümmern uns ja nicht um irgendwelche Gesetze, sondern sprechen darüber, ob wir noch einen Kindergarten brauchen oder eine neue Schule bauen müssen. Es sind Sachen, die man anfassen kann. Es sind Sachen, die man vor Ort bewegt und mitbekommt, dass etwas passiert, dass der Grundstein gelegt wird. Die Ratssitzung, in der wir beschlossen haben, dass die Schule neu gebaut wird, hat mir ein richtig gutes Gefühl gegeben. Dann hat man auch viel für die Zukunft getan. Dadurch wird Werne insgesamt attraktiver.


Warum haben Sie sich für diese Partei entschieden?

Cyperski: Ich bin christlich erzogen worden. Für mich ist die CDU die Partei, die für mich eher Familienpolitik macht und die wirklich bürgernah ist. Die Themen, für die die CDU steht, haben mich überzeugt. In der Jungen Union hat es mir gleich gefallen. Natürlich ist Politik auch so, dass man nicht in jedem Punkt d`accord ist. Aber da muss man drüber hinwegsehen. Für mich ist es wichtig, dass ich mich zu 80 Prozent da wohl fühle.

Oesterschulze: Von all dem, was mich persönlich ausmacht, passt die SPD am besten zu mir. Dabei ist mir vor allem das soziale Engagement wichtig. Es ist mir wichtig, dass wir Politik für alle Bürger machen. Ich fand das Programm zur letzten Bundestagswahl nicht schlecht. Damit konnte ich mich durchaus identifizieren, wenn es zum Beispiel um die paritätische Bezahlung der Krankenkassenbeiträge geht. Ich denke, solche Themen kommen noch beim Menschen an. Das ist für mich die SPD. Wir sehen das Große und Ganze. Wir versuchen immer, abzuwägen: Was ist gut für den Bürger und trotzdem gut für die Stadt? Und ich finde, das kriegen wir gut hin. Wir machen eine ausgeglichene Politik und vertreten nicht nur irgendwelche Interessensgruppen.


Gibt es Themen, für die sich als junger Mensch verstärkt einsetzen möchten?

Cyperski: Die Themen, die die Jugendlichen immer beschäftigen, sind eine Discothek oder Partymöglichkeiten. Und ich habe auch versucht, das anzupacken. Aber das Problem ist, dass wenn man neu anfängt und in solch einem Organ wirkt, dann muss man erst einmal verstehen, worum es geht.

Auf der anderen Seite ist es nicht immer möglich, was die Politik fordert. Man erkennt, dass die Betreiber nicht unbedingt ein Interesse daran haben, etwas in Werne zu eröffnen. Das muss man nach Außen auch publizieren. Wir haben aber auch die Nachtschicht aus Bergkamen nach Werne geholt. Ich denke, das ist eigentlich auch eine gute Alternative. Da können junge Leute feiern gehen. Und ich bin da auch mal zwischendurch vor Ort. Man sieht auch, dass die Leute das nutzen. Da kann man sagen, dass man einen Erfolg feiern konnte.

Oesterschulze: Also Ausgehmöglichkeiten kann man ja als Politik nicht groß beeinflussen. Für so eine Kleinstadt haben wir eine gar nicht so schlechte Kneipenlandschaft. Und eine Disco hierhin zu holen, finde ich sehr unwahrscheinlich – so toll das für die jüngeren Leute auch wäre. Das kann ich mir nicht vorstellen. Es gibt Dinge, um die sich eher die jüngeren Mitglieder kümmern. Wenn es darum geht, für die Fraktion eine Facebook-Seite zu bespielen, dann war das am Anfang schon so, dass man erst einiges erklären musste. Aber die Älteren machen das auch gut. Da war jetzt gar nicht das Problem.

Wie schwierig ist es, genau solche Themen in den Rat zu bringen? Wo gibt es vielleicht Grenzen?

Cyperski: Ich würde mir wünschen, dass mehr junge Leute im Rat vertreten sind. Ältere braucht man, weil die Jahre lang dabei sind und die Erfahrungen mitbringen. Man kann auch nicht nur junge Politik oder ältere Politik machen. Das muss eine gute Mischung sein. Und es ist tatsächlich so, dass es Themen gibt, bei denen die Älteren sagen: Das kommt auf gar keinen Fall in die Tüte. Wenn es um Partymöglichkeiten geht zum Beispiel sagt man: Werne ist nicht Münster. Werne ist nicht die Partystadt. Da merkt man halt, dass Argumente wie „Es war doch immer so und so soll es auch bleiben“ vermehrt vorkommt. Aber insgesamt findet man immer eine gute Lösung.

Meine Fraktion ist generell sehr offen. Wenn man da etwas anspricht, dann sind die Mitglieder nicht skeptisch. Meine Fraktion hat zwar ein gewisses Alter. Manche sind aber auch erst Anfang 40 und damit auch noch nicht so weit weg von der Jugendzeit, wie vielleicht jemand der 60 plus ist. Von daher erfährt man auch Zustimmung. Und das ist schön. Gerade wenn die Fraktionskollegen Kinder in dem Alter haben, dann ist auch ein erhöhtes Verständnis da.

Oesterschulze: Stoppen tun die Älteren nichts. Natürlich hat jeder seine eigene Meinung – das ist aber gar nicht bezogen auf das Alter. Das ist auch gut so, weil man dadurch andere Gesichtspunkte kennenlernt. Erfahrungen und Jungsein – das zeichnet sich eigentlich in einem guten und großen Gesamtpaket aus. Es ist nicht so, dass wir frontal aneinander crashen.

Keiner blockiert den Fortschritt. Und manchmal ist es auch gut, wenn einer sagt: „Das, was du dir vorstellst, ist hier utopisch.“ Dass wir nicht viele junge Politiker in der Fraktion haben, wissen wir alle. Wir hoffen, dass sich das ändert. Die jungen Leute, die wir jetzt haben, möchten wir weiter an die Tätigkeiten heranführen, damit sie sich vielleicht bei der nächsten Kommunalwahl aufstellen wollen.

Fühlten Sie sich von Anfang an akzeptiert in der Fraktion?

Cyperski: Ich habe mich von Anfang an akzeptiert gefühlt. Natürlich war es ungewohnt. Eigentlich hat man keinen Gleichaltrigen auf der Ebene. Für mich war es wichtig, dass ich mich in die Materie einarbeite, wenn ich Entscheidungen treffe. Auf der einen Seite muss ich alles verstehen und auf der anderen Seite, habe ich mir gedacht, dass ich das beruflich auch machen könnte. Meine Eltern haben mir dabei viel geholfen, aber auch Fraktionsmitglieder. Wenn man Fragen hat, da war jeder bereit, mir zu helfen.

Oesterschulze: Ja, auf jeden Fall. Ich bin schon seit zehn Jahren dabei. Aber ich glaube, das ist bei den anderen jungen Leuten nicht anders. Junge Leute bekommen hier auch Verantwortung – ob man will oder nicht (lacht). Es liegt immer auch an einem selber. Wenn ich jetzt da sitze und nichts sage, dann kann man auch nicht gehört werden. Ich glaube nicht, dass wenn ich etwas gesagt habe, dass ich nicht gehört werde, weil ich zu jung bin und nicht ernst genommen werde.

Akzeptieren die Älteren, die Verantwortung an Jüngere abzugeben?

Cyperski: Ich habe keine zweifelnden Blicke bekommen. Es ist auch immer ein gutes Gefühl, jung zu sein in einem Rat. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich nicht wahrgenommen werde. Es ist alles offen und herzlich. Ich glaube, sie sind auch froh, dass da ein junger Mann da sitzt, der die Prozesse mit gestaltet.

Oesterschulze: Man ist bemüht, dass man als junger Nachwuchspolitiker nicht nur zehn Jahre mitläuft und dann den stellvertretenden Kassierer macht. Wir hatten Anfang April Vorstandswahlen. Dirk Pohl und Marita Funhoff sind dabei bewusst zurück getreten, um den Weg frei zu machen für jüngere Leute, wie Jan Oestermann und mich. Ich bin jetzt stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende. Ich kann mich nicht beklagen, dass den jungen Leuten nicht genügend Raum gegeben wird. Es wird sich bemüht. Und derjenige, der Zeit hat, soll auch mitmachen.

Was muss in Ihren Augen passieren, damit noch mehr junge Leute in die Politik gehen?

Cyperski: Ich habe mich das schon ganz häufig gefragt. Wenn man junge Leute anspricht, dann sagen sie oft: „Ich habe keine Zeit.“ Die jungen Leute sind mehr daran interessiert, Karriere zu machen. Natürlich kann man auch über die Politik Karriere machen. Das ist natürlich aber viel aufwendiger, als wenn man ein Studium abschließt und in einem Unternehmen schnell die Karriereleiter hochklettert. Da bleibt dann einfach wenig Zeit. Für mich ist das die einzige Erklärung.

Als ich mit 18 Jahren in den Rat gewählt wurde, haben viele gesagt: Wie bist du in den Rat gewählt worden? Es war eher Entsetzen als dass sie gesagt hätten: Mensch, ich finde das gut, dass du als junger Mensch auch unsere Meinung im Rat vertreten kannst. Die haben es vielleicht auch nicht verstanden, was es bedeutet, im Rat zu sitzen. Da muss man vielleicht in der Schule auch vermehrt drauf eingehen. Da müsste im Politikunterricht vielleicht mehr aufgezeigt werden, was man erreichen kann.

Wenn man die eigene Möglichkeit sieht, etwas selber mitzuentscheiden und sich zu beteiligen und eine Stadt dementsprechend mitzugestalten – vielleicht wäre das eine Möglichkeit, mehr junge Leute durch Aufklärung an dieses Amt zu bringen. Zu meiner Zeit war es halt so, dass über Kommunalpolitik kaum bis gar nicht besprochen wurde in der Schule. Wenn gerade vor der eigenen Haustür etwas passiert. Dann ist es vielleicht ein Anreiz, mit anzupacken.

Oesterschulze: Wir müssen erst einmal wieder anfangen, junge Menschen für uns zu begeistern. Es gibt immer mal wieder junge Leute, die sich bei uns vorstellen und die dann bei Veranstaltungen mithelfen wollen. Darüber bin ich auch selber aktiver geworden. In der Schulzeit habe ich zuvor nicht so viel gemacht. 2010 habe ich dann wieder mehr in der Politik gemacht. Ich habe da zum Beispiel geholfen, den Rock am Roggenmarkt zu organisieren. Da bin ich auch immer mehr in meinen Aufgaben als Politikerin hineingewachsen. Und dadurch kann man schon junge Menschen ansprechen. Wenn zu Hause mal mehr diskutiert würde, dann wäre es vielleicht auch einfacher.

Ansonsten ist das aber ein Riesenproblem. Wir fragen uns natürlich auch, wie wir neue Mitglieder akquirieren können – gerade jetzt. Manche Leute treten auch ein. Die muss man aber auch bei der Stange halten. Ich weiß nicht, was heutzutage in der Schule in Politik gemacht wird. Ich weiß nicht, wie heute ein Lehrplan aussieht. Wenn umgestellt wird von G8 auf G9 haben die Lehrer gerade aber vielleicht auch andere Sorgen. Bei uns war es damals so, dass wir in einem Kurs eine Bundestagswahl nachgespielt haben. Da war ich schon Mitglied bei der SPD. Da war es eher für mich spannend zu gucken, wie meine Klasse so tickt.

Ich glaube schon, dass andere junge Leute aus Zeitgründen nicht in die Politik gehen. Ich habe jetzt einen Luxus, weil ich in Werne arbeite und zu Fuß zu den Sitzungen gehen kann. Vorher habe ich in Olfen gearbeitet, da war es auch etwas schwieriger für mich. Alles unter einen Hut zu kriegen, ist nicht einfach. Das kann den einen oder anderen abschrecken.

Wie bekommen Sie es hin, die Arbeit und das Ehrenamt miteinander zu verbinden?

Cyperski: Also ich lebe nach einem Plan. Das muss ich machen, sonst würde ich nicht klar kommen. Aber so kann ich vorausschauend planen. Die Fachhochschule nimmt mir viel Zeit weg. Trotzdem ist das ein Ausgleich. Mir macht es Spaß, Dinge mitzugestalten. Wenn jemand Spaß hat, dann findet man auch die Zeit. Wenn ich in der Lernphase bin, dann bin ich froh, wenn ich zwei bis drei Stunden mal über andere Dinge sprechen kann. Das ist für mich wirklich ein großes Hobby, das ich mit Leidenschaft mache. Und ich stehe dahinter.

Wenn ich Sitzungswoche habe, dann habe ich in der Woche acht Stunden dafür angesetzt. Dann nehme ich mir abends vor dem Schlafengehen ein bis zwei Stunden Zeit, um alles nachzulesen. Dann ist Ruhe und ich kann mich besser konzentrieren. Ich mache das gerne. Für mich ist das nicht lästig. Andere würden sagen: Es ist langweilig. Mir macht das Spaß. Sonst würde ich mir das Ganze auch nicht aufbrummen.

Oesterschulze: Das ist schon ein Spagat. Ich habe sehr nette Fraktionsmitglieder, die mich auch in den Ausschüssen, wenn ich es nicht geschafft habe mit der Uni, vertreten haben. Sie haben mich sehr gut unterstützt. Der Zusammenhalt ist schon da. Ich habe das auch von Anfang gesagt, dass es durchaus sein kann, dass ich es vielleicht mal nicht schaffe zu den Sitzungen. Da war die Rückendeckung aber immer da, sodass es von den anderen aufgefangen wurde.

Ich musste den Spagat dann gar nicht immer schaffen. Dann musste jemand anderes den Spagat für mich netterweise machen. Heute habe ich einen sehr netten Chef, der mich dann gehen lässt.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Cyperski: Ich würde mich freuen, wenn ich irgendwann mal im Landtag oder Bundestag sitzen würde, um überregional die Politik mitgestalten kann. Da sehe ich mich schon sehr drin. Wenn man hier als Landtagsabgeordneter gewählt wird, dann könnte man eine Stufe höher die Belange der Bürger aus Werne diskutieren. Ich würde mir das auch zutrauen. Ich habe schon gutes Know-How auf kommunaler Ebene erlangt. Und ich wachse eben an meinen Aufgaben.

Und ich mag es auch, viele Aufgaben zu haben. Ich möchte mit anderen diskutieren, um zu sehen, wo der Schuh drückt. Und wenn man dann im Bundestag sieht, wie heute die AfD rechte Parolen abgibt, da gilt es, gegenzuhalten. Und im Bundestag ist es ja auch nicht anders, dass dort wenige junge Leute sind.

Osterschulze: Ich möchte weitermachen mit der Politik. Man muss natürlich schauen, ob ich weitermachen darf. Jetzt möchte ich mich auch wieder mehr einbringen. Jetzt habe ich auch wieder mehr Zeit ohne das Pendeln zum Arbeitsplatz. Das ist mir persönlich wichtig, dass ich wieder Zeit habe, mich wieder mehr einzubringen. Dadurch dass ich wieder in Werne arbeite, bekomme ich wieder mehr mit.

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