Junge Solistin begeisterte beim Weihnachtskonzert des Schwerter Ruhrstadt-Orchesters

Ruhrstadt-Orchester

Mit einem Weihnachtskonzert in der Rohrmeisterei beendet das Ruhrstadtorchester das musikalische Jahr. Dabei konnte eine junge Solistin aus Witten begeistern.

Schwerte

von Peter Tölke

, 12.12.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Junge Solistin begeisterte beim Weihnachtskonzert des Schwerter Ruhrstadt-Orchesters

Nora Schreckenschläger überzeugte beim Jahreskonzert des Ruhrstadt-Orchesters als Solistin an der Violine. © FRIEDHELM PILZ

Einen Konzertabend mit anspruchsvoller Streichmusik erlebten die Zuhörer in der gut besuchten Rohrmeisterei am Sonntagabend. Dabei bewiesen die ohne Bläser angetretenen Orchestermitglieder, dass auch reine Streichmusik zu einem klangvollen Musikerlebnis werden kann.

Basierend auf einem blitzsauber intonierenden Bassfundament konnten sich die Violinen klanglich und musikalisch voll entfalten sodass ein abgerundetes und schwelgerisches Gesamtklangbild entstand. Unterstützt wurden die Musiker durch das inspirierende und temposichere Dirigat vom Städtischen Kapellmeister Claus Eickhoff.

Bekannter Kanon von Johann Pachebel

Das Programm bestand zunächst aus Werken berühmter Barockkomponisten. Sehr bekannt ist der Kanon von Johann Pachelbel bei dem die Bässe mit immer wiederkehrender Tonfolge eine solide Grundlage für die in Form eines Kanons angelegten Themen der hohen Streicher legten.

Nach dem „Weihnachtskonzert“ von Francesco Manfredini folgte als erster orchestraler Schwerpunkt das „Concerto grosso op. 6/12“ von Georg Friedrich Händel. Hohe Präzision in den schnellen Sätzen wechselte kontrastreich mit getragenen und gesanglichen Abschnitten. Hier stellten auch die Orchestersolisten Joulia Vasilevskaja und Arkadij Gutkin (Violine) und Margarita Fonotova (Cello) ihr instrumentales Können vor.

Junge Solistin spielte Bachs Violinenkonzert

Höhepunkt des Abends war der anschließende Auftritt der jungen, aus Witten stammenden Geigerin Nora Isabel Schreckenschläger. Sie hatte für ihren Vortrag mit dem d-moll Konzert das wohl technisch schwierigste der drei bekannten Violinkonzerte von Johann Sebastian Bach ausgewählt. Mit lockerer Gelassenheit bewältigte sie mühelos die schwierigsten Passagen und stellte ihre perfekte Technik ganz in den Dienst einer hohen Musikalität. Mit sauberer Bogentechnik produzierte sie auf ihrem Instrument sowohl silbrig betörende Klänge als auch dramatische Akkordfolgen im Wechsel.

Reichlich Beifall für Grieg

Die Welt der Romantik betrat das Orchester mit der abschließenden „Holberg Suite“ von Edvard Grieg. Hier entfaltete das Orchester noch mal seine volle Klangpracht. Die Zuhörer waren begeistert und spendeten reichlich Beifall.

Das Ruhrstadt Orchester ist am Sonntag, 12. Januar 2020, wieder zu hören. Beim Neujahrskonzert in der Rohrmeisterei, Ruhrstraße 20, sind dann ab 17 Uhr Werke von Beethoven (Violinkonzert), Hindemith und Mozart (Haffner-Sinfonie) zu hören.

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