Junge Männer überfallen Kiosk in Iserlohn: Jetzt folgt der Prozess

dzEntschuldigung vor Gericht

Nach einem Raubüberfall auf einen Kiosk in Iserlohn hat das Hagener Landgericht am Montag ein Urteil verkündet. Unter den drei Verurteilten befindet sich auch ein 18-Jähriger aus Menden.

von Sylvia Mönnig

Fröndenberg

, 18.12.2018 / Lesedauer: 2 min

Der junge Mann aus Menden, der an einem Kioskraub in Iserlohn beteiligt war, erhielt eine Bewährungschance.

Rückblick: Ende November begann das Verfahren gegen die drei jungen Männer aus Menden, Iserlohn und Hemer. Der Iserlohner (20) und der Mendener betraten im Juni maskiert den Kiosk in Iserlohn, bedrohten den Betreiber mit einer Softair-Pistole und forderten die Einnahmen. Sie erbeuteten etwa 340 Euro. Der 21-jährige Hemeraner, der in den Plan eingeweiht war, fuhr den Fluchtwagen. Die Beute teilte das Trio anschließend unter sich auf.

Bereits zu Prozessbeginn räumten die Angeklagten ihre jeweiligen Tatbeiträge ein. Auch entschuldigten sie sich bei dem Kiosk-Betreiber und zahlten im Zuge eines Täter-Opfer-Ausgleichs insgesamt 1600 Euro an ihn. Zudem wurde bereits im Vorfeld des Prozesses das geraubte Geld erstattet. Der Betroffene nahm die Entschuldigungen an.

Für die beiden jungen Männer aus Menden und Hemer sprach überdies, dass sie zuvor noch nicht in Erscheinung getreten waren. Das sah bei dem 20 Jahre alten Mann aus Iserlohn anders aus: 16 zum Teil einschlägige Voreintragungen und laufende Bewährung. Für ihn endete das Ganze mit drei Jahren und zehn Monaten Haft und der Unterbringung in einer Entzugsklinik. Der Mendener erhielt eineinhalb Jahre Jugendstrafe mit Bewährung und als Auflage unter anderem das Verbot, Drogen zu konsumieren.

Der Hemeraner wurde zu 18 Monaten Haft auf Bewährung und 1000 Euro Geldbuße verurteilt.