Jetzt 44 Betriebe durch belastetes Futtermittel betroffen

Die Zahl der Betriebe in Nordrhein-Westfalen, die durch belastete Futtermittel betroffen sind, ist weiter gestiegen. Nach Angaben des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) von Donnerstag hat sich die Gesamtzahl von 41 auf 44 erhöht. Darunter sind 34 Geflügelmast- und 10 Legehennenbetriebe. Grund: Die drei neu betroffenen Firmen hatten Jungtiere aus Niedersachsen bezogen, die ebenfalls durch PCB verseuchtes Futtermittel erhalten hatten. Vorsorglich waren zahlreiche Betriebe daher gesperrt worden. PCB (Polychlorierte Biphenyle) ist eine giftige Substanz, die nur sehr schwer abbaubar ist.

22.11.2018, 15:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jetzt 44 Betriebe durch belastetes Futtermittel betroffen

Weibliche Küken stehen in einem Stall. Foto: Philipp Schulze/Archiv

Eine akute Gesundheitsgefahr geht nach Angaben der Behörden von den belasteten Produkten jedoch nicht aus. Betroffene Geflügel und Eier waren dennoch vorsorglich aus dem Verkehr gezogen worden.

Das belastete Futter stammt vom Futtermittelhersteller Agravis. Mehrere Hundert Tonnen des Geflügelfutters waren in Umlauf gekommen. Der giftige Stoff war in einer Niederlassung im ostwestfälischen Minden in das Geflügelfutter geraten. Als Ursache gelten Lackabsplitterungen in zwei Verladezellen.

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