Jazzy Christmas bietet zehnminütige Version von „Sing, sing, sing“

Jazz im Rathaus

„Alles muss swingen“ lautet die Devise der Climax-Jazzband aus Köln. Doch beim traditionellen „Jazzy Christmas“ im Alten Rathaus waren auch besinnliche Töne zu hören.

von Simon Ackers

Werne

, 27.12.2018, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jazzy Christmas bietet zehnminütige Version von „Sing, sing, sing“

Das Traditionskonzert zu Jazzy Christmas fand wie gewohnt am zweiten Weihnachtstag im Alten Rathaus statt. © Simon Ackers

Es heißt ja immer so schön, die Weihnachtszeit sei besinnlich. Allerdings kann sie aber auch jede Menge Schwung haben, oder vielmehr „Swing“. Das bewies am Mittwochabend die Kölner Jazz Band Climax. Im Alten Rathaus trat die Band unter dem Motto „Jazzy Christmas“ auf, der mittlerweile 30 Jahre alten Konzertreihe.

Zum zweiten Mal in Folge stand dieses Jahr Climax auf der Bühne. In knapp drei Stunden präsentierte die Band ihr großes Repertoire an Dixieland-Klassikern, Standards des Swing-Jazz, Bluesrock-Stücken und, natürlich passend zum Motto, Weihnachtsliedern. Alle Lieder werden allerdings der einen großen Prämisse untergeordnet: Alles muss swingen.

Der Swing ist das Herzstück des Jazz

Der Swing ist quasi das Herzstück des Jazz und macht ihn so besonders. Natürlich könnte man den Swing als solches musiktheoretisch erklären, doch ist er ja viel mehr als bloßes Konzept. Es ist ein Gefühl, welches die Musiker auf ihre Instrumente verlagern und ein Sound, der sich unmittelbar auf das Publikum überträgt und den Raum zum Schwingen bringt. Genau dieses Gefühl hat die Band Climax unter der Leitung von Klaus Wegener komplett verinnerlicht und brachte es am Mittwoch auf die Bühne des Rathauses.

Sinnbildlich dafür steht der Vortrag von Benny Goodmans „Sing, Sing, Sing“, eines der Highlights des Abends. Zehn Minuten lang folgte Solo um Solo. Angetrieben von dem pulsierenden Schlagzeug Groove, liefen die Musiker von Climax zu absoluter Höchstform auf. Ein weiteres Highlight waren die Lieder von der mitgereisten Sängerin Bianca Kerres. Zusammen mit Pianist Hans Fücker sorgte sie für die besinnliche Stimmung am Abend und gab dem Konzert eine schöne Abwechslung zwischen aufgeheiztem Swing und reduziertem Jazzgesang.

Die „Jazzy Christmas“ war, dank Climax, also einmal mehr ein großer Erfolg.

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