Jan Böhmermann hat in Ehrenfeld bei SPD schlechte Karten

Satiriker Jan Böhmermann hat zumindest in seinem Heimatort Köln-Ehrenfeld schlechte Karten, wenn er es mit der im „Neo Magazin Royale“ verkündeten Bewerbung um den SPD-Vorsitz ernst meinen sollte. Der sozialdemokratische Bezirksbürgermeister von Ehrenfeld, Josef Wirges, hat die Zulassung einer Kandidatur von Jan Böhmermann für den SPD-Vorsitz in seinem Beritt ausgeschlossen.

30.08.2019, 11:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jan Böhmermann hat in Ehrenfeld bei SPD schlechte Karten

Jan Böhmermann. Foto: Sven Hoppe/Archivbild

Wenn Böhmermann SPD-Vorsitzender werden wolle, müsse er erst einmal Mitglied werden, sagte Wirges am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Dann bedarf das ja einer Aufnahme in die Partei, und darüber entscheidet der zuständige Ortsverein, in diesem Fall der Ortsverein Ehrenfeld, in dessen Vorstand ich auch tätig bin. Sicherlich werde ich dort sagen: „Der Herr kann machen, was er will, aber aufnehmen tun wir ihn nicht.““

Böhmermann wohne zwar in Ehrenfeld, genauer gesagt in Neuehrenfeld, aber die ganze Aktion diene ja nur dem Zweck, „ein bisschen Show zu machen“, sagte Wirges. „Der Mann hat keine Erfahrung. Er soll sich auf das konzentrieren, was er macht, auf seine Fernsehsendung, da hat er ja auch viel Spaß.“ Der 67 Jahre alte Wirges ist seit 22 Jahren Bürgermeister des Kölner Bezirks Ehrenfeld, in dem Böhmermanns Sendung auch produziert wird. Er ist seit 1970 in der SPD: „Mit 18 bin ich eingetreten“, sagte er.

Böhmermann hatte am Donnerstagabend in seiner Show „Neo Magazin Royale“ angekündigt, dass er SPD-Chef werden wolle. Ein SPD-Parteibuch habe er bisher nicht. Er beteuerte, die Aktion sei kein Witz. Die Bewerbungsfrist für die Nachfolge von Andrea Nahles als Parteivorsitzende läuft am Sonntag ab.

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