JVA-Insasse aus Bochum seit vier Monaten auf Fucht

Vier Monate nach seinem Ausbruch aus der Justizvollzugsanstalt in Bochum fehlt von dem getürmten Häftling weiter jede Spur. „Wir wissen nicht, wo er steckt“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Der damals 42-Jährige hätte eine Haftstrafe bis 2021 wegen Körperverletzung und schweren Raubes absitzen müssen. Der Serbe hatte sich laut JVA in der Gefängnis-Turnhalle um die Sportgeräte gekümmert und dabei seinen Ausbruch vorbereitet. Der Mann hatte eine fünf Meter hohe Gefängnismauer überwunden und dafür als Steighilfe eine Stange zusammengebaut, die er in einem Container für Sportgeräte versteckt hielt.

10.12.2019, 13:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
JVA-Insasse aus Bochum seit vier Monaten auf Fucht

Vier Monate nach seinem Ausbruch aus der JVA Bochum fehlt vom geflohenen Häftling weiter jede Spur. Foto: Stephan Schütze/Archiv

In einem Bericht des NRW-Justizministeriums für eine Sitzung im Düsseldorfer Landtag an diesem Mittwoch hieß es, nach dem Ausbruch habe die JVA Maßnahmen getroffen, um die Wiederholung eines solchen Falls auszuschließen. So habe die Anstaltsleitung von organisatorischen und baulichen Änderungen berichtet. Bei zahlreichen Arbeitseinsätzen sei man dort von einer „gelockerten Aufsichtsform“ wieder zurückgekehrt zu einer „ständigen und unmittelbaren Beaufsichtigung“. Das betreffe auch die Sportwarte hinter den Gefängnismauern.

In NRW sind nach kürzlich veröffentlichten Zahlen der Landesregierung seit Juli 2017 sechs Gefangene aus dem geschlossenen Vollzug entkommen. Zwei seien noch auf der Flucht, darunter einer schon seit Januar 2018.

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