Islamischer Religionsunterricht in NRW wird fortgeführt

Der islamische Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen wird fortgeführt. Das beschloss der Landtag am Mittwoch mit den Stimmen der CDU, FDP, SPD und Grünen. Nur die AfD stimmte gegen den Gesetzentwurf.

26.06.2019, 15:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Islamischer Religionsunterricht in NRW wird fortgeführt

Ein Mädchen liest in einer Schule während des islamischen Religionsunterrichts in einem Schulbuch. Foto: Oliver Berg/Archivbild

Die landesweite Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach war Ende 2011 gesetzlich beschlossen worden - allerdings als Übergangsregelung, die Ende Juli ausläuft. Daher musste der Gesetzgeber erneut entscheiden.

Im Schuljahr 2017/18 wurde in NRW mehr als 19 000 Schülern von 241 in Deutschland ausgebildeten Lehrkräften an 234 Schulen islamischer Religionsunterricht erteilt. Der Unterricht erfolgt in deutscher Sprache und unter deutscher Aufsicht. In NRW gibt es inzwischen 415 000 muslimische Schüler.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) sagte, das Gesetz sei ein wichtiges Signal für die Muslime im Land und ihre Gleichberechtigung. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW nannte den breiten Konsens ein positives Zeichen. „Staatlicher Religionsunterricht fördert Frieden und Toleranz“, erklärte der Landesvorsitzende Stefan Behlau.

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