Islamischer Gefährder wegen Einbruchsdiebstahls in Haft

Der mutmaßliche islamistische Gefährder Raschid K. ist wegen versuchten Einbruchdiebstahls und Verstoßes gegen das Waffengesetz zu 18 Monaten Haft verurteilt worden. Das Amtsgericht Neuss habe die Strafe vor allem deshalb nicht zur Bewährung ausgesetzt, weil es für den 31-Jährigen keine günstige Sozialprognose gebe, sagte Gerichtssprecher Kay Uwe Krüger am Freitag. Die Staatsanwaltschaft hatte nach Gerichtsangaben zwei Jahre Haft gefordert, die Verteidigung sieben Monate. „Spiegel Online“ hatte zuvor berichtet.

09.08.2019, 14:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Islamischer Gefährder wegen Einbruchsdiebstahls in Haft

Ein Anwalt sitzt hinter einem aufgeschlagenem Gesetzestext. Foto: Victoria Bonn-Meuser/Archivbild

Gegen den vermutlich aus Tschetschenien stammenden Russen wird seit längerem wegen Verstoßes gegen Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt, weil er auf einem Foto mit einem Sturmgewehr der Marke Kalaschnikow zu sehen ist. Nachdem Ermittler im April bei ihm eine Pistole mit Schalldämpfer und Munition entdeckt hatten, kam ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz hinzu. Nach dem Versuch, die Haustür eines Mehrfamilienhauses in Neuss aufzubrechen, war er festgenommen worden. In Untersuchungshaft wurde er allerdings erst genommen, nachdem er gegen Melde-Auflagen verstoßen hatte und der Haftbefehl in Kraft gesetzt wurde.

Nach Angaben von „Spiegel Online“ war er 2004 vermutlich aus Tschetschenien nach Deutschland gekommen. Obwohl sein Asylantrag bereits nach einem Jahr abgelehnt worden war, sei er nicht abgeschoben worden. Sein Heimatstaat Russland gebe an, einen Mann mit seinen Personalien nicht zu kennen.

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