Integration geht alle an

Kommentar

Am öffentlichen Leben teilhaben - wie das in Unna allen Menschen gelingen kann, ist eine Aufgabe für alle Bürger. Ein Kommentar.

10.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Integrationskonzept. Das klingt sperrig, das klingt theoretisch und vor allem: Was hat das mit mir zu tun? Das mag wohl den meisten Menschen durch den Kopf gehen, wenn sie dieses Wort lesen oder hören.

Zugegeben: Das Wort klingt wirklich sehr nach Theorie und Ideen fern der Praxis. Aber das, was sich dahinter verbirgt, könnte praxisnäher nicht sein. Es geht um das, was Leben in unserer Stadt ausmacht. Um das Miteinander im Alltag, um die Selbstverständlichkeit, mit der alle Unnaer am Leben in dieser Stadt teilhaben können.

Ob öffentlich zugängliche Behindertentoiletten, mehrsprachige Informationshinweise zu Stadtfesten oder seniorengerechte Angebote in allen Stadtteilen: Es gibt viel zu tun, wenn Unna eine Stadt für alle Menschen sein will, egal welchen Alters, welcher Nationalität oder welcher körperlichen Verfassung. Vieles ist bereits angestoßen worden, mindestens genauso viel gibt es noch zu tun. Die Menschen in Massen haben dabei andere Sorgen als die in Königsborn oder Billmerich, Unnas Dorfbewohner stehen vor anderen Herausforderungen als die „Städter“.

Mit den „Stadtteilgesprächen“ hoffen Til Knoche und Cengiz Tekin, dass sie diese Vielfalt der Herausforderungen erfassen können. Dazu braucht es vor allem das Mitmachen der jeweiligen Bürger. Denn nur, wenn möglichst viele sagen, was es braucht, damit alle Bürger am Leben in Unna teilhaben können, kann aus dem theoretischen Begriff des „Integrationkonzeptes“ eine echte und vor allem lebensnahe Bereicherung für Unna werden.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Abfallentsorgung

Illegale Müllablage: Stadtbetriebe weisen auf Problem hin – und bieten Lösungen für Abfall-Sünder

Hellweger Anzeiger Freibad Bornekamp

2019 wird vermutlich wieder nur ein Durchschnittsjahr – Veranstaltungen bringen Besucher

Meistgelesen