Innogy schwächelt bei Erneuerbaren

dpa Essen. Der windarme und trockene Sommer 2018 hat der RWE-Ökostromtochter Innogy die Bilanz verhagelt. „Es war an unseren Standorten ein außergewöhnlich schlechtes Windjahr“, sagte Innogy-Finanzvorstand Bernhard Günther am Dienstag bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das dritte Quartal. Die Stromerzeugung aus Wind und Wasser liege seit Mai in jedem Monat deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Der Rückgang sei durch neue ans Netz genommene Anlagen nur teilweise ausgeglichen worden.

Essen

13.11.2018, 12:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Innogy schwächelt bei Erneuerbaren

Logo von Innogy auf einem Schild. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv

Statt 350 Millionen Euro erwartet Innogy aus dem Geschäft mit den erneuerbaren Energien nur noch einen Ergebnisbeitrag von 300 Millionen Euro. Innogy sieht sich bei Windenergieanlagen auf See weltweit auf Platz fünf.

Insgesamt verdiente der vor der Übernahme durch den Konkurrenten Eon stehende Energiekonzern in den ersten neun Monaten erheblich weniger als im Vorjahr. Das bereinigte Nettoergebnis, die Grundlage für die Dividendenausschüttung, ging um mehr als ein Viertel auf rund 720 Millionen Euro zurück. Neben dem schwächeren Geschäft mit erneuerbaren Energien waren sinkende Ergebnisse im Vertrieb und im Netzbereich Gründe dafür.

Seit Jahresbeginn hat Innogy in Deutschland etwa 50 000 Kunden verloren. Die negative Entwicklung sei seit dem zweiten Quartal aber gestoppt, sagte Günther. In Deutschland hat Innogy rund 7,8 Millionen Kunden. Die Debatte um den Braunkohletagebau Hambach der Innogy-Mutter RWE habe bislang keine spürbare Auswirkung auf die Kundenzahlen, sagte Günther.

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