In der Kirchengemeinde St. Ludger sind am Wochenende Kirchenvorstandswahlen

Kirchenvorstandswahlen

In der Kirchengemeinde St. Ludger sind am kommenden Wochenende fast 10.000 Katholiken aufgerufen, einen Kirchenvorstand zu wählen. Welche Kandidaten zur Wahl stehen, zeigen wir hier.

Selm, Bork

12.11.2018, 16:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie eine Kirchenvorstandswahl abläuft, erklären wir in Fragen und Antworten.

Welche Aufgaben hat ein Kirchenvorstand?

Der Kirchenvorstand ist das Verwaltungsgremium einer Kirchengemeinde. Die Mitglieder haben die Aufgabe, das Vermögen der Kirchengemeinde zu verwalten und die Haushaltsmittel sinnvoll zu verwenden. Diese stammen aus den gezahlten Kirchensteuern. Der Kirchenvorstand kümmert sich außerdem um die Gebäude, die sechs Kindertageseinrichtungen und Personalangelegenheiten der Kirchengemeinde. Es gibt immerhin mehr als 100 Beschäftigte in Voll- und Teilzeitstellen.

Wie viele Katholiken dürfen an der Wahl teilnehmen?

9.259. Wahlberechtigt sind alle Gemeindemitglieder, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und seit einem Jahr in der Gemeinde wohnen.

Wie war die Wahlbeteiligung bei den letzten Wahlen?

2012 haben 5,4 Prozent der Wahlberechtigten an der Wahl teilgenommen, bei der letzten Kirchenvorstandswahl im Jahr 2015 waren es 5,7 Prozent. Damals haben 557 von 9.654 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

Warum sollten die Gemeindemitglieder zur Wahl gehen?

Pfarrer Claus Themann hofft auf viele Wähler. „So bekommt der Kirchenvorstand eine breite Legitimation, die Rückhalt für die bevorstehenden Aufgaben und Anerkennung zugleich ist.“ Er bittet die Gemeindemitglieder, sich zu beteiligen.

Wie viele Kandidaten konnten gefunden werden? Und wie heißen sie?

Zehn Kandidaten stellen sich zur Wahl, davon ziehen acht in den Kirchenvorstand ein. Auf der Kandidatenliste stehen Wilfried Askamp, Malte Bock, Norbert Böckenbrink, Ursula Frenking, Theo Homann, Nicola Krüllmann-May, Josef Mazurek, Bernhard Schomaker, Hubert Vennemann und Angela Westermann. Einige Kandidaten sind bereits Mitglieder im Kirchenvorstand und stehen turnusgemäß zur Wahl.

Wie groß ist das Gremium überhaupt?

Wie viele Kandidaten die Pfarreien für den Kirchenvorstand suchen müssen, hängt von der Zahl der Katholiken ab. Bei bis zu 1.500 Gläubigen hat der Kirchenvorstand sechs Mitglieder, bis 5.000 Katholiken acht, bis 10.000 Katholiken zehn, in größeren Pfarreien 16 Mitglieder – so auch in St. Ludger Selm. Es gibt ein Gremium für die 2008 fusionierten Gemeindeteile St. Ludger, St. Josef und St. Stephanus.

Wie häufig wird gewählt?

Die Amtszeit eines Kirchenvorstandsmitglieds dauert sechs Jahre. Gewählt wird alle drei Jahre, und zwar die Hälfte des Gremiums. Es muss übrigens eine wirkliche Wahl geben, so verlangt es das Gesetz in NRW. Nötig ist mindestens ein Kandidat mehr als es freie Plätze im Kirchenvorstand gibt.

Welche Kenntnisse muss ich mitbringen, um für den Kirchenvorstand zu kandidieren?

„Wir brauchen kompetente und engagierte Mitglieder in den Kirchenvorständen, die etwas von der Sache verstehen und selbstbewusst agieren“, zitiert die Bischöfliche Pressestelle die Regionalbischöfe Christoph Hegge (Borken, Steinfurt), Rolf Lohmann (Niederrhein, Recklinghausen) und Stefan Zekorn (Münster, Warendorf, Coesfeld) in wortgleichen Mitteilungen für die jeweiligen Kreisdekanate. Demnach bedankten sich die Bischöfe außerdem bei allen, die sich als Kandidaten zur Verfügung gestellt haben: „Sie tun dies in einer schwierigen Zeit für die Kirche.“

Die Aufgaben sollten niemanden von einer Kandidatur abhalten, sagt Dominique Hopfenzitz, Experte für Staatskirchenrecht in der Rechtsabteilung des Generalvikariats Münster. „Man sollte aber keine Scheu davor haben, Entscheidungen zu treffen, die finanzielle Folgen haben können.“

Wo und zu welchen Zeiten kann gewählt werden?

Gewählt werden kann in St. Ludger in der Ludgerikirche am Samstag, 17. November, von 16.30 bis 18.30 Uhr und Sonntag, 18. November, von 9.30 bis 11.30 Uhr. In St. Josef vor der Kapelle St. Josef am Samstag von 18 bis 20 Uhr und Sonntag von 9.30 bis 11 Uhr. In St. Stephanus im Pfarrheim am Samstag von 17 bis 18 Uhr und Sonntag von 10.30 bis 12.30 Uhr.

Besteht die Möglichkeit der Briefwahl?

Ja. Wer nicht persönlich zur Wahl kommen kann, kann die Briefwahl nutzen. Die Beantragung der Briefwahlunterlagen ist noch bis Mittwoch, 14. November, in den drei Pfarrbüros der Gemeinde möglich.

Die Kandidaten im Überblick:

In der Kirchengemeinde St. Ludger sind am Wochenende Kirchenvorstandswahlen

Angela Westermann.

In der Kirchengemeinde St. Ludger sind am Wochenende Kirchenvorstandswahlen

Wilfried Askamp.

In der Kirchengemeinde St. Ludger sind am Wochenende Kirchenvorstandswahlen

Bernhard Schomaker.

In der Kirchengemeinde St. Ludger sind am Wochenende Kirchenvorstandswahlen

Hubert Vennemann.

In der Kirchengemeinde St. Ludger sind am Wochenende Kirchenvorstandswahlen

Josef Mazurek.

In der Kirchengemeinde St. Ludger sind am Wochenende Kirchenvorstandswahlen

Nicola Krüllmann-May.

In der Kirchengemeinde St. Ludger sind am Wochenende Kirchenvorstandswahlen

Ursula Frenking.

In der Kirchengemeinde St. Ludger sind am Wochenende Kirchenvorstandswahlen

Theo Homann.

In der Kirchengemeinde St. Ludger sind am Wochenende Kirchenvorstandswahlen

Norbert Böckenbrink.

In der Kirchengemeinde St. Ludger sind am Wochenende Kirchenvorstandswahlen

Malte Bock.

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