Imposantes Schauspiel: 35 Störche stärken sich auf gelockertem Ackerboden für die Reise

Gahmener Kamp

35 Störche haben auf einem Feld von Landwirt Carl Schulz-Gahmen für ein imposantes Schauspiel gesorgt. Dass ein Trecker dort gerade den Boden lockerte, störte sie nicht. Im Gegenteil.

Lünen

, 20.08.2019, 11:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Imposantes Schauspiel: 35 Störche stärken sich auf gelockertem Ackerboden für die Reise

Einen reich gedeckten Tisch fanden an die 35 Störche auf dem Feld von Landwirt Carl Schulz-Gahmen vor. Nachdem der Boden aufgelockert worden war, kamen viele Kleintiere zum Vorschein. © Laumann

So viele Störche auf einmal habe er in der ganzen Gegend noch nicht gesehen, berichtet Landwirt Carl Schulz-Gahmen. Am Freitag (16.8.) wurde sein Acker am Gahmener Kamp zum Tummelplatz der Vögel mit den roten Beinen. An die 35 Störche hatten sich dort niedergelassen.

Imposantes Schauspiel: 35 Störche stärken sich auf gelockertem Ackerboden für die Reise

Viele Störche waren auf einem Feld von Landwirt Carl Schulz-Gahmen zu sehen. © Laumann

Der Zeitpunkt war günstig: Das Feld wurde gerade gegubbert. So nennt man es, wenn mit speziellem Gerät der Boden gelockert wird. „Das war wie ein reich gedeckter Tisch“, so Carl Schulz-Gahmen, denn die Arbeiten förderten Würmer und kleine Mäuse zutage. Der laute Trecker störte die Störche nicht, „die liefen sogar neben der Maschine her.“

Erst abends setzten sie ihre Reise ins Winterquartier fort. Schulz-Gahmen hat beobachtet, dass sich auch Gänse und Kraniche schon auf den Weg in wärmere Gefilde gemacht haben. „Die Schwalben sind bei uns auch schon weg.“ Nach einer alten Bauernregel könnte das auf einen harten Winter deuten.

Imposantes Schauspiel: 35 Störche stärken sich auf gelockertem Ackerboden für die Reise

Zeitweise 35 Störche haben am Freitag (16.8.) auf dem Feld von Landwirt Carl Schulz-Gahmen eine Rast eingelegt. Weil der Boden gelockert wurde, fanden sie dort reichlich Nahrung. © Laumann

Dass so viele Störche zu beobachten waren, hält Stefan Kauwling, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Biologischen Station Kreis Unna, nicht für ungewöhnlich. 2018 hatten sich über 100 in Werne für den Weg in den Süden gesammelt. Fakt ist, dass sich die Zahl der Störche in NRW erhöht hat. In den 80er Jahren habe es landesweit vier Brutpaare gegeben, 2018 waren es 300.

In Lünen hat erstmals in diesem Jahr ein Paar zwei Junge groß gezogen.

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